Amrum: Fischkutter gestrandet


Seenotrettungskreuzer „Ernst Meier-Hedde“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit Tochterboot „Lotte“. Foto: Dietmar Lantz

Amrum (DGzRS) – In der Nacht zu Mittwoch (12.04.2017) bergen die Seenotretter des Seenotrettungskreuzers „Ernst Meier-Hedde“ einen Fischkutter. Das Ruder des Fischkutters „Hartje“ wurde beschädigt. Manövrierunfähig läuft das Schiff vor der Nordseeinsel Amrum (Kreis Nordfriesland) auf eine Sandbank. Die Rettung erfolgt bei hohem Seegang.

Die Besatzung des Kutters setzt über den internationalen Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 einen Notruf ab. Die auf Amrum stationierten Seenotretter nehmen mit der „Ernst Meier-Hedde“  Kurs auf das havarierte Schiff. Es herrschen Windgeschwindigkeiten bis zu 74 km/h (Windstärke 8), die Wellen schlagen bis zu zweieinhalb Meter hoch.

Bei den Havaristen angekommen, ziehen die Retter mit dem Tochterschiff „Lotte“ die Hartje zunächst von der Sandbank. Der Versuch der Fischer, ihr Fanggeschirr einzuholen misslingt. Schließlich schleppt der Senotrettungskreuzer das Fischerboot Richtung Hörnum (Sylt) unter Land. Die Fischer können dort ihr Fanggeschirr einholen.

Erst am Freitag (07.04.2017) hatte die Besatzung der „Ernst-Meier-Hedde“ zwei Wattwanderer gerettet. Die 26 und 25 Jahre alten Männer waren in den Abendstunden zwischen Amrum und Föhr unterwegs. Zirka 300 Meter vor der Insel Föhr wurden sie von der Flut überrascht. Ein tiefer Priel versperrte ihnen den Weg. Spaziergänger entdeckten die Wattwanderer und alarmierten die Seenotretter. Bei Eintreffen der „Ernst Meier-Hedde“ stand das Wasser den Wanderern bereits bis zur Hüfte. Die Crew der „Lotte“ rettete die leicht Unterkühlten und versorgte sie mit Decken.

(13.04.2017; Foto: DGzRS/Lantz)

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