Zwei Wochen im Klinikum


Nun ist auch schon der zweite Monat unserer NotSan-Ausbildung schon wieder vorbei. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht!

Diesen Monat waren wir zwei Wochen im Klinikum unterwegs. Jeder von uns wurde einer Station zugeteilt. Ich war auf der orthopädischen und dermatologischen Station. Da dieses zweiwöchige Praktikum als Hauptbestandteil die Pflege der Patienten hatte, wurde ich von den Schwestern und Pflegern in den täglichen Ablauf „eingeweiht“. Jeden Morgen um halb sieben ging es los mit Durchgehen der Patientenzimmer, Blutdruck, Temperatur und Puls messen. Außerdem war es wichtig, dass wir nach dem Stuhlgang gefragt haben. Das war am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig für mich. Ich kann mir gut vorstellen, dass es sehr unangenehm für die Patienten ist, darüber Auskunft zu geben, da das ja sehr privat ist. Aber je öfters man danach gefragt hatte, desto lockerer wurde es.

Stefanie Hahl und Sebastian Hanisch absolvieren beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter. Seit August 2014 berichten sie auf www.rettungsdienst.de einmal im Monat über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als angehende Notfallsanitäter.

Auch die Frage nach dem Schmerz war sehr wichtig. All das trugen wir in unsere Pflegekurven ein. Dann ging es ans Waschen der Patienten, komplett, aber auch teilweise nur die Beine.

Vor meinem Klinik-Pflegepraktikum hatte ich ehrlich gesagt etwas Respekt davor, fremde Menschen zu waschen, auch gerade im Intimbereich und so weiter. Aber wie sich herausstellte, war es doch gar nicht so schlimm wie befürchtet. Durch die netten Unterhaltungen mit den Patienten während der Waschungen wurden die Situationen für beide Seiten aufgelockert.

Auf der dermatologischen Seite cremte man die Patienten noch mit speziellen Pasten ein.

Neben mir waren noch andere Praktikanten, Schwesternschülerinnen und FSJler auf der Station. Unterhaltung war also stets geboten. Auch all die anderen Kollegen auf Station waren total nett.

Allgemein waren die zwei Wochen sehr interessant, und ich hab viele nette Menschen kennenlernen dürfen. Am witzigsten war die Situation, als auf einmal eine Patientin aus der anderen dermatologischen Station bei uns im Gang stand und mich nach der Praktikantin aus Stuttgart fragte. Ja, diese Praktikantin war ich. Sie hatte irgendwie von einem Arzt mitbekommen, dass ich aus Stuttgart komme. Daraufhin suchte sie meine Station auf, einfach nur um mir zu sagen, dass sie auch aus Stuttgart komme und sie mir noch ganz viel Spaß wünscht. Eine schöne Situation, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Nach diesen zwei Wochen Klinikum ging es sofort auf die Rettungswachen. Jeder Azubi von uns ist einem bestimmten Bereich zugeteilt. Ich zum Beispiel fahre in Biedenkopf-Stadt. Dazu gehört die Wache in Biedenkopf, die Wache in Breidenbach und die NEF-Wache in Wolfsgruben, wo ich wohl erst im zweiten oder dritten Jahr mitfahren darf.

Das erste Ausbildungsjahr besteht darin, dass wir als Drittmann auf den Rettungswagen mitfahren. Und nach und nach unseren Aufgabenbereich während eines Einsatzes erweitern.

Das erste Ausbildungsjahr besteht darin, dass wir als Drittmann auf den Rettungswagen mitfahren.

Das erste Ausbildungsjahr besteht darin, dass wir als Drittmann auf den Rettungswagen mitfahren.

Die ersten vier Wochen waren/sind einfach mal zum Reinschnuppern in den Bereich, um die Kollegen bisschen kennenzulernen und auch dass die Kollegen einen ein bisschen „beschnuppern“ können.

Innerhalb der bisherigen zwei Wochen in meinem Praktikum hatten wir schon einige Einsätze, die aufregend waren, wie eine offene unstabile Unterschenkelfraktur, die durch die Kollision mit einem Gabelstapler verursacht wurde. Da wir beim Rettungsdienst Mittelhessen das Mehrzweckfahrzeug-System haben, das heißt, wir fahren mit unseren Autos sowohl Notfalleinsätze als auch Krankentransporte, hat man einen sehr vielfältigen Einblick in den Bereich des Rettungsdienstes. Und die Arbeit ist hierdurch noch vielfältiger, und man stößt durch den Krankentransport auf Situationen, die man im Notfalleinsatz wohl nicht antrifft, wie Patienten, die mit dem Stuhl transportiert werden und sich prinzipiell irgendwo festhalten müssen, weil sie Angst haben zu fallen. Da muss man dann halt die Situation möglicherweise auch mehrmals erklären. Aber das ist ja kein Problem.

Meine Kollegen haben mich ab dem ersten Tag sehr herzlich aufgenommen. Und auch die Arbeit mit ihnen macht richtig viel Spaß. Meine zwei Praxisanleiter sind super locker, so wie ich sie bisher kennengelernt habe. Aber das sind eigentlich alle Kollegen. Ich fühle mich in meinem Bereich super gut aufgehoben und freue mich auf die nächste Zeit hier.

Liebe Grüße,
Eure Steffi

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