Motorroller erfasst im Dunkeln zwei Jogger


20140811-IMG_2342Das Praktikum auf der Rettungswache ging ruhig zu Ende, gerade in der Weihnachtszeit war nicht sonderlich viel los. Viele Einsätze waren eher harmlos und vielfach nicht tatsächlich ein Grund, um einen Rettungswagen zu alarmieren.

Stefanie Hahl und Sebastian Hanisch absolvieren beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter. Seit August 2014 berichten sie auf www.rettungsdienst.de einmal im Monat über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als angehende Notfallsanitäter.

Kurz vor Weihnachten wollten die Krankenhäuser noch einige Patienten entlassen, da merkte man dann ein Hoch an Krankentransporten.

Verdacht auf SHT und Wirbelfrakturen

Ein Einsatz war aber wirklich spannend. Wir waren der erste eintreffende Rettungswagen bei einem Verkehrsunfall mit drei verletzen Personen. Es war Abend und dunkel; ein Rollerfahrer hatte zwei joggende Personen übersehen und war mit voller Geschwindigkeit in sie hineingefahren. Ein Patient war in einem kritischen Zustand. Bei ihm bestand der Verdacht auf Wirbelfrakturen und Schädel-Hirn-Trauma. Er musste schnell ins Krankenhaus. Später stellte sich heraus, dass sich die Verletzungen des Schwerstverletzten nicht bestätigten. Die anderen Patienten waren ebenfalls ernsthaft verletzt. Der eine hatte lediglich ein Hämatom und kam ansonsten mit dem Schrecken davon. Die andere musste sofort operiert werden, um offene Frakturen zu versorgen.

Praxis auf der Nephrologie-Intensiv

Symbolfoto: Tyler Olson/FotoliaZurzeit sind wir in der Klinik auf der Intensivstation eingesetzt. Ich bin auf der Nephrologie-Intensiv. Hier gibt es sehr verschiedene Patienten, von jung bis alt. Von Alkoholikern, die heimlich Sterilium trinken, bis hin zum akuten Nierenversagen. Dort muss dann oftmals eine Not-Dialyse – sprichwörtlich eine „Blutwäsche“ – durchgeführt werden. Viele Patienten sind beatmet, diese müssen dann auch abgesaugt werden. Dies ist ebenfalls ein Grund, warum wir auf der Intensivstation eingesetzt werden. Wir sollen das Absaugen und die Lagerung von Patienten lernen, der pflegerische Bereich wird dabei nochmals vertieft.

Demnächst darf ich je einen Tag in der Pathologie, im Herzkatheterlabor und in der Endoskopie verbringen, damit ich auch davon einen Eindruck bekomme. Ich bin schon gespannt, wie es werden wird. Im Krankenhaus fühle ich mich zurzeit gut aufgehoben, und es wird einem schon ordentlich was gezeigt und beigebracht. Im Vergleich zum Rettungsdienst ist die Intensivstation etwas völlig anderes. Wobei man im Krankenhaus immer auf alle Eventualitäten gefasst ist.

Wollen wir mal schauen, wie es weiter geht. Fragt gerne und viel,

Euer Basti

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