Es macht jede Menge Spaß!


20140811-IMG_2328Im Dezember musste ich aufgrund personeller Ausfälle sehr viele Wochenstunden absolvieren. Unter 60 Stunden bin ich eigentlich nie rausgekommen. Auch Basti erging es nicht viel anders.

Stefanie Hahl und Sebastian Hanisch absolvieren beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter. Seit August 2014 berichten sie auf www.rettungsdienst.de einmal im Monat über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als angehende Notfallsanitäter.

Mittlerweile stehen wir nur noch im Dienstplan auf Position 2. Im Einsatzdienst arbeiten wir nun die Einsätze aller Art komplett selbstständig ab, treffen eigene Entscheidungen, leiten die Einsätze, treffen unsere Maßnahmen, delegieren Maßnahmen und machen Übergaben an die Ärzte in der Klinik. Natürlich haben wir immer noch unsere eigentliche Position 1 als Rückfallebene dabei. Das heißt, falls wir mal doch nicht weiterwissen, können wir uns Denkanstöße oder Vorschläge und Meinungen einholen bzw. wir haben jemanden dabei, der eingreifen kann, falls gar nichts mehr geht.

Es macht super viel Spaß!

Wenn man sich selbst als Auszubildender aus der Metaebene – wie unsere PSNV-Dozenten (PSNV = psychosoziale Notfallversorgung) jetzt sagen würden – betrachtet und das an dem Beispiel eines ACS-Einsatzes (ACS = Akutes Koronarsyndrom) festmacht, dass man im ersten Jahr totaaaal nervös war, als man das Stichwort nur gehört hat, und man im dritten Jahr, also jetzt, das einfach selber abarbeitet, das ist schon ein super Gefühl.

Da denkt man sich: Oh wow. Ich hab‘ echt einiges gelernt in der Zeit.

Gelernt nicht nur im Sinne des theoretischen Inputs oder der Handfertigkeiten, sondern auch, wie man durch den Beruf geprägt wird, wie mein sein Auftreten verändert, wie man auf Menschen zugeht, wie man mit ihnen spricht. Es ist schon beeindruckend, was man für einen Wandel in den drei Jahren durchmacht, die ja durchaus keinen langen Zeitabschnitt darstellen.

Ansonsten gibt es aus dem Einsatzdienst nicht viel Neues zu erzählen. Das übliche eben.
Aber das Wichtigste ist: Es macht jede Menge Spaß, in diesem Beruf zu arbeiten!

Eure Steffi

4 Responses to “Es macht jede Menge Spaß!”

  1. ver.di on Januar 22nd, 2017 17:28

    Hallo Steffi,

    … „Unter 60 Stunden bin ich eigentlich nie rausgekommen.“…

    Welches Arbeitszeitengesetz und welcher Tarifvertrag macht den 60 Arbeitsstunden, scheinbar über mehrere Wochen, überhaupt möglich?

    Mal darüber nachgedacht?

    Viele Grüße
    wer.di

  2. Olaf on Januar 24th, 2017 07:57

    So soll auch in der Ausbildung verheizen gelehrt werden…..aus liebe zum Menschen

  3. Freidenker on Januar 26th, 2017 08:02

    Liebe Verfasserin , Du bist Dir schon bewusst , das Du Deinen Arbeitgeber bzw Ausbildungsbetrieb mit Deinen getroffenen Aussagen in erhebliche Schwierigkeiten bringst?

  4. Jörn on Januar 26th, 2017 11:59

    Lieber Freidenker, du bist dir schon bewusst, dass man auch mal unbequeme Wahrheiten aussprechen darf – auch wenn diese Wahrheiten nicht allen gefallen und natürlich nur, wenn sie wahr sind!

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