Wie sicher ist der Babytransport?


Berlin (pm) – Ist der Transport in einem Inkubator wirklich sicher? Welche Gefahren lauern im Rettungswagen speziell für das Neugeborene? Und was passiert mit dem Kind bei einer Vollbremsung? Diesen Fragen ging die Studie „Vergleich der Krafteinwirkung auf Säuglingsdummies in Transportinkubatoren bei Vollbremsung in verschiedenen Rettungswagen“ nach, deren Ergebnisse demnächst veröffentlicht werden.

Im Rahmen der Studie wurden drei unterschiedliche Typen von Rettungsfahrzeugen mit verschiedenartigen Ausstattungen getestet. In den Transportinkubatoren befand sich jeweils ein eigens für diese Studie von der Universitätsmedizin Rostock entwickelter Säuglingsdummy. Dieser lag, wie es in der Praxis üblich, ungesichert auf einer Unterlage im Inkubator. Die Studie ging jetzt der Frage nach, was geschehe, wenn der Rettungswagen während des Transportes bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h zur Vollbremsung gezwungen würde.

Die Messung sowohl der Bremskräfte als auch der Bewegung des Säuglingsdummies ergab: Die Kinder sind Kräften von bis zu 10 G ausgesetzt. Im Vergleich übersteigt dies bei weitem jenen Kräften, denen ein Erwachsener auf einer Achterbahn ausgesetzt ist. Die möglichen Folgen für das Baby könnten Hirnblutungen und -quetschungen sein.

Als eine Möglichkeit, Neugeborene sicher zu transportieren, schlagen die Autoren deshalb ein spezielles Sicherungssystem vor. Dieses soll das Kind vor dem Aufprall an die Glaswand des Inkubators weitgehend schützen.

Weitere Empfehlungen, die detaillierte Darstellung der Vorgehensweise, Methode der Studie und statistisch ausgewertete Ergebnisse stellt der Artikel „Vergleich der Krafteinwirkung auf Säuglingsdummies in Transportinkubatoren bei Vollbremsung in verschiedenen Rettungswagen“ in der 8. Ausgabe der Zeitschrift „Notfall- und Rettungsmedizin“ (Verlag Springer Medizin) dar.

(Symbolfoto: Michael Rüffer)

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