Uni-Lehrgang „Rettungsdienstmanagement“ in Krems


Krems (pm) – In wenigen Monaten beginnt an der Donau-Universität Krems (Österreich) der siebte Universitätslehrgang Rettungsdienstmanagement. Interessenten auch aus Deutschland sind aufgerufen, sich zu bewerben.

Der Universitätslehrgang vermittelt den Studierenden spezialisierte, anwendungsorientierte wissenschaftliche Kenntnisse auf dem Gebiet des Rettungswesens und trägt zur fachlichen, beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung bei. Der Schwerpunkt dieser Weiterbildung liegt in der Auseinandersetzung mit den neuesten Forschungsergebnissen zu den Themen Rettungsdienst und Einsatzleitung vor Ort sowie der dafür erforderlichen Managementkompetenz. Theorie und Praxis werden besonders in anwendungsorientierten Bereichen unter Berücksichtigung der rechtlichen Grundlagen verbunden.

Zielgruppe dieses Studiengangs sind Rettungsfachkräfte in mittleren und gehobenen Führungspositionen bzw. die eine solche Position anstreben, Leiter von Rettungswachen, Rettungsdienstleiter sowie Geschäftsführer in Rettungsorganisationen und Ärztliche Leiter von Rettungsdiensten.

Das berufsbegleitende Studium schließt mit dem Titel „Akademischer Experte“ (AE, 8500 EUR Studiengebühr) oder Master of Science (MSc, 11.500 EUR Studiengebühr) und dauert drei (AE) bzw. vier Semester (MSc). Absolventen des Universitätslehrganges (MSc) haben die Möglichkeit zum MBA-Upgrade.

Die Zulassungsvoraussetzungen sehen einen bereits vorliegenden Hochschulabschluss vor. Alternativ kann sich bewerben, wer die Hochschulzulassung besitzt und mindestens zwei (AE) oder vier Jahre (MSc) einschlägige Berufserfahrung in qualifizierter Position nachweisen kann. Bei fehlender Hochschulreife muss ein Mindestalter von 24 Jahren, mindestens fünf (AE) oder acht Jahre (MSc) einschlägige Berufserfahrung in qualifizierter Position und die positive Beurteilung im Rahmen eines Aufnahmegesprächs vorliegen.

(Foto: Suzy Stöckl/Donau-Universität)

3 Responses to “Uni-Lehrgang „Rettungsdienstmanagement“ in Krems”

  1. Thomas Hofmann via Facebook on August 29th, 2012 17:11

    Es bleibt dabei, dass ich einem universitären Lehrgang, ohne international oder national anerkannte Akkreditierung sowie fehlende Promotionsmöglichkeit im Haus extrem skeptisch gegenüber stehe. Schade, denn sonst ist das sicher ein wertvoller Studiengang.

  2. der Münchner on August 30th, 2012 00:28

    Studiengänge zur Qualifizierung von Führungskräften im Rettungsdienst sind ja grundsätzlich zu befürworten. Nur sollte dann das Gehalt einem Akademiker entsprechen. Was aber verdient denn ein Wachleiter oder auch ein Leiter Rettungsdienst? In der ILST München ist der Lageführer BOI (A10) und die Schichtleiter BI (A9). Und jetzt kein „das sind doch Beamte“. Was verdient denn der Disponent beim BRK? Was ist da anders? Früher gabs den BAT, da wäre es dann IVb oder IVa gewesen. Im ganzen Gesundheits- und Sozialsektor wird gespart bei den Personalkosten und wir bilden uns auch noch für tausende von Euros selber fort (DIVI Kurse oder ähnliches) und die Arbeitgeber freuts, ohne dass es mehr Geld für die Quakifikation gibt.

  3. Kapu on August 30th, 2012 21:32

    Mit Verlaub, wenn man sich die Eingangsvoraussetzungen dieser Uni ansieht, dann kann man einen Abschluss von dort nicht ernst nehmen. Hauptschulabschluss, als RettAss anerkannt worden, durch Bücken nach oben gearbeitet und dann in 2 Jahren zum Master? Traurig, dass der Bologna-Prozess zu so einer Aushöhlung führt.

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