Überleben in einer Luftblase


Bonn (DRK) – Das Unglück der „Costa Concordia“ ist zumindest indirekt Thema auf dem 12. Bonner Tauchersymposium: Extrem Filmer Dirk Gion berichtet aus dem Innern eines sinkenden Schiffes. Zum Tauchersymposion werden Experten von Kiel bis München in Bonn erwartet.

Mit Extrem‐Lagen kennt er sich aus: Filmregisseur Dirk Gion hat in einem Selbsttest erfahren, wie es ist, an Bord eines Schiffes eingeschlossen zu sein und dem steigenden Wasserspiegel hilflos zusehen zu müssen. Seine Erfahrung, die durch das Drama des sinkenden Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ im Mittelmeer ungeahnte Aktualität erfahren hat, präsentiert er nun den zahlreichen Rettern, Tauchern und Fachleuten beim 12. Bonner Tauchersymposium am 11. Februar 2012.

Gion, der als Wissenschaftsjournalist und Stuntman in aller Welt Filmexperimente am Limit gewagt hat, brauchte ungewohnt lange, um seine Erfahrung im Schiffswrack zu verarbeiten: „Ein Trauma!“ Sein Film, bei dem einem sprichwörtlich der Atem stockt, heißt ganz sachlich „Überleben in einer Luftblase unter Wasser“.

Das Symposium auf dem Bonner Venusberg befasst sich außerdem mit neuester Notfallmedizin und Alltagsrisiken beim Tauchen. Wann dürfen Dicke tauchen? Denn Übergewicht spielt bei der Mehrzahl der tödlichen Unterwasser‐Unfälle eine Rolle. Wo sind Altersgrenzen? Sind Potenzmittel eine Gefahr für die Gesundheit?

300 Teilnehmer und namhafte Referenten von Kiel bis München machen das renommierte Symposium zur Nr. 1 im Bereich der Wasserrettung und Notfallmedizin. Veranstaltet und organisiert wird es von den ehrenamtlichen Mitgliedern der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Bonn. Die Gesamtleitung liegt seit zwölf Jahren in Händen des Chefarztes PD Dr. Stefan Schröder. Schirmherr ist NRW‐Innenminister Ralf Jäger.

Infos und Anmeldung unter: www.bonner‐tauchersymposium.de

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