Sonographiekurs für Luxemburger Notärzte


(Foto: DRF Luftrettung)Luxemburg (pm) – Im Januar hat die DRF Luftrettung erstmalig einen Kurs zur präklinischen Sonographie in Luxemburg durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit der luxemburgischen Notarzt- bzw. Anästhesiegemeinschaft CMARL (Cercle des Médecins Anesthésistes et Réanimateurs du Grand-Duché de Luxembourg) wurden rund 80 Prozent der im Land Luxemburg tätigen Notärzte im Umgang mit dem mobilen Sonographiegerät „Primedic HandyScan“ geschult. Mit dem tragbaren Ultraschallgerät können Notärzte, die beispielsweise zu einem schweren Unfall alarmiert werden, direkt am Einsatzort erkennen, ob ein Patient innere Verletzungen erlitten hat.

Insgesamt 38 Notärzte, die sowohl im bodengebundenen Rettungsdienst als auch in der Luftrettung arbeiten, nahmen an den beiden jeweils eintägigen Sonographiekursen in der Klinik Kirchberg teil. Die CMARL hatte sich für die Durchführung der Fortbildung eingesetzt, da seit kurzem die luxemburgischen Rettungswagen mit mobilen Sonographiegeräten ausgestattet sind. „Ziel war es, den Notärzten mehr Sicherheit im Umgang mit dem neuen Ultraschallgerät zu geben und Hemmschwellen abzubauen. Die mobile Sonographie kann die Diagnoseentscheidungen bei schwer verletzten Patienten am Einsatzort vereinfachen und bei der Auswahl der Zielklinik ausschlaggebend sein. Unsere Notärzte konnten von der langjährigen Erfahrung der DRF Luftrettung bei der Vermittlung der P-Fast (prehospital focussed abdominal sonography in trauma)-Methode profitieren“, erklärt Dr. Philippe Welter, Vize-Präsident der luxemburgischen Notarzt- bzw. Anästhesiegemeinschaft CMARL.

Eintägiger Kompaktkurs

Kursinhalte waren ein theoretischer Teil sowie mehrere Praxiseinheiten: Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Sonographie sowie einer Vorstellung aktueller wissenschaftlicher Studiendaten und Fallberichte fand eine Geräteschulung statt. Im Praxisteil hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, ca. 30 Sonographien unter realitätsnahen Einsatzbedingungen an Probanden durchzuführen. Dabei wurden typische Unfallszenarien dargestellt, um die Ultraschalluntersuchung in den Ablauf der Traumaversorgung zu integrieren. Schwierige Untersuchungsbedingungen wurden durch beengte Verhältnisse im Rettungswagen, extreme Lichtverhältnisse sowie im Fahrzeug eingeklemmte Probanden simuliert.

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