Siebtklässler werden Lebensretter


Retten macht Schule (Foto: Björn-Steiger-Stiftung)Winnenden/Berlin (pm) – In der Woche vom 08.-12. November 2010 werden erneut Berliner Siebtklässler zu Lebensrettern ausgebildet. Initiator und Finanzier der bundesweiten Aktion „Retten macht Schule“ ist die Björn Steiger Stiftung. Sie setzt sich im Kampf gegen den plötzlichen Herztod dafür ein, dass eine Schulstunde in „Erster Hilfe“ zum festen Bestandteil des Lehrplans der 7. Klassen wird.

Der Startschuss zur Initiative „Retten macht Schule“ fiel im November 2009 in Berlin, wo 6.000 Siebtklässler trainiert wurden. Im März 2010 wurden im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern fast 12.000 SchülerInnen zu Lebensrettern. Das Ziel: in den kommenden Jahren weitere Siebtklässler Deutschlands in Erster Hilfe auszubilden.

Hierzu Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung: „Wir wollen, dass junge Menschen selbstverständlich Erste Hilfe leisten.“ Dass sie dazu in der Lage sind, bestätigt Dr. Gernot Rücker, Oberarzt des Universitätsklinikums Rostock und Verantwortlicher einer Studie zum Thema: „Erste Hilfe ist ab Klassenstufe 7 problemlos theoretisch erlernbar und praktisch mit Erfolg durchführbar. Wir empfehlen die flächendeckende Einführung von Wiederbelebungs­kursen an den Schulen als Pflichtlernstoff. Denn durch die Maßnahme könnte selbst bei vorsichtiger Schätzung eine Steigerung der Überlebensrate nach Herz-Kreislaufstillstand von 10-20 % erreicht werden.“

Lernen fürs (Über-)Leben

12-Jährige lernen in der Aktionswoche zum Beispiel einen Herz-Kreislauf-Stillstand zu erkennen, einen Notruf abzusetzen und die Herz-Lungen-Wiederbelebung effektiv durchzuführen. Für den Schulunterricht stellte die Stiftung 2009 jedem Berliner Schüler kostenlos eine Übungspuppe zur Verfügung. Darüber hinaus enthielt das Paket eine Kurzanleitung und eine Schulungs-DVD. So konnten die Schüler auch nach dem Unterricht üben und sich interaktiv am Computer mit dem Thema beschäftigen. Die Übungspuppe konnte für einen begrenzten Zeitraum mit nach Hause genommen werden, um auch der Familie die richtige Herz-Lungen-Wiederbelebung zu zeigen.
Nun sind die nächsten Siebtklässer in Berlin an der Reihe.

Plötzlicher Herztod als gesellschaftliche Herausforderung

Jährlich sterben in Deutschland ca. 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod – statistisch betrachtet stirbt alle 5 Minuten ein Bundesbürger daran. Damit ist der plötzliche Herztod eine der häufigsten Todesursachen und somit eine der größten medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die meisten Menschen fühlen sich unsicher im Notfall Erste Hilfe zu leisten.

„Retten macht Schule“ ist ein Spenden und Sponsoren finanziertes Projekt. Für die Umsetzung des bundesweiten Projektes benötigt die Stiftung insgesamt eine Million Übungspuppen.

Link: www.retten-macht-schule.de

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