Schulsanitäter für psychische Krisen gerüstet


Stabilisierung der Halswirbelsäule mit dem „Stiffneck“. (Foto: Andreas Archut/ Malteser Bad Honnef)

Bad Honnef (MHD) – Zum 6. Schulsanitätstag im Siebengebirge haben die Bad Honnefer Malteser Rund 30 junge Sanitäter und ihre Lehrer aus Schulen in Bad Honnef und Königswinter fit für Notfälle in der Schule gemacht.

Neben praktischen Übungen lag der Schwerpunkt diesmal auf Sportunfällen sowie allergiebedingten und psychiatrischen Notfällen in der Schule.

Für Dr. Jens Reimann, Neurologe am Universitätsklinikum Bonn, war das Referat beim Schulsanitätstag ein „Heimspiel“, gehört er doch zu den Gründungsmitgliedern der Bad Honnefer Malteser Jugend. In einem eindrucksvollen Vortrag klärte Reimann die Schulsanitäter über psychiatrische Erkrankungen auf, beschrieb Symptome und gab Tipps zum Erkennen und richtigen Handeln im Notfall. Und er machte deutlich, nicht nur die Versorgung blutender Wunden und gebrochener Knochen ist Erste Hilfe, sondern auch die Fürsorge für die Seele der Patienten.

Nach den Vorträgen ging es an die Praxis, die an verschiedenen Stationen erprobt werden konnte:  An einer Station ging es um die richtige Lagerung von Patienten, das Stabilisieren von Knochenbrüchen und das Anlegen von sogenannten „Stiffnecks“, Halskrausen zum Schutz vor Verletzungen der Halswirbelsäule.

Schulsanitäter des Siebengebirgsgymnasiums, der Konrad-Adenauer-Hauptschule, des CJD Königswinter und der Realschule Oberpleis waren in diesem Jahr der Einladung des Malteser Hilfsdienstes ins Malteser Quartier gefolgt. Begeistert und mit einer Menge neuem Wissen machten sie sich nach Fortbildung in Theorie und Praxis auf den Nachhauseweg.

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