Sanitäts- und Rettungsmedizin demnächst auch in München


Die H:G Hochschule für Gesundheit und Sport bietet seit letztem Jahr den Bachelorstudiengang „Sanitäts- und Rettungsmedizin“ in Berlin an. Wegen der hohen Nachfrage wird das Studienangebot demnächst auch am Campus Ismaning bei München angeboten.

Zum 15. September 2010 haben bereits 28 Studierende in Berlin das Studium aufgenommen. Dieser Studiengang richtet sich zum einen an Abiturienten mit dem Studienwunsch Medizin und zum andern an Absolventen der Berufsausbildung zum Rettungsassistenten mit einer Studienberechtigung nach dem Berliner Hochschulgesetz. Neben diversen wissenschaftlichen Schwerpunkten werden vor allem humanmedizinische Kenntnisse der Akutdiagnostik und der Akuttherapie häufiger internistischer Erkrankungen vermittelt. Studierende, die noch keine Berufsausbildung zum Rettungsassistenten durchlaufen haben, können den theoretischen Teil der Ausbildung parallel zum Hochschulabschluss erwerben. Aufgrund der speziellen Studienorganisation ist ein berufsbegleitendes Studium möglich. Den Absolventen wird der akademische Grad „Bachelor of Science“ in Sanitäts- und Rettungsmedizin verliehen.

Dieses Hochschulstudium qualifiziert einerseits für eine eigenständige medizinische Tätigkeit im Rahmen der „Chefarzt-Delegation“ in Zentralen Notaufnahmen von Kliniken, anderseits für Führungsaufgaben in allen Bereichen des Rettungswesens. Dieser Studiengang hebt sich durch das moderne „semi-virtuelle Studienkonzept“ von vielen anderen Angeboten ab. Dadurch ist ein Umzug an den Hochschul-Standort nicht erforderlich. Abgesehen von den drei Präsenzphasen pro Semester kann das Studium am Wohnort erfolgen; die Studierenden werden in den Phasen des Selbststudiums durch die Materialen auf der „internetbasierten Lernplattform“ sowie durch die Dozenten, zu denen virtuelle Kontaktmöglichkeiten bestehen, unterstützt.

Nach dem erfolgreichen Start am Hochschul-Standort Berlin-Lichtenberg im letzten Jahr und aufgrund der zahlreichen Anfragen aus dem süddeutschen Raum wurde nun ins Auge gefasst, den Studiengang auch am zweiten Standort der H:G Hochschule für Gesundheit und Sport, am „Campus Ismaning“ bei München, anzubieten. Dies soll Studierenden aus Süddeutschland den Weg nach Berlin ersparen. Sofern zum kommenden Wintersemester (Studienbeginn: 15. September) eine ausreichende Zahl an Studienanfängern für den Campus München-Ismaning zustande kommt, können Präsenzphasen dort stattfinden, ansonsten werden diese in Berlin durchgeführt.

Weitere Informationen: www.my-campus-berlin.com

3 Responses to “Sanitäts- und Rettungsmedizin demnächst auch in München”

  1. locco on Juli 29th, 2011 10:42

    Klingt für mich stark nach Geldschneiderei und nach arbeitslosen Akademikern. Kann mir jemand erklären wo zum Geier diese Studienabgänger ernsthaft arbeiten sollen. Der Bachelor soll schließlich ein Berufsqualifizierender Abschluss sein. Kein richtiger Mediziner und kein richtiger Rettungsassistent, also was soll das für einen Nutzen haben. Für mich als Student muss außerdem klar ersichtlich sein, ob ein Markt für meinen Studienabschluss vorhanden ist.

  2. Rasmus on November 25th, 2011 12:49

    das ist durchaus ein Argumment und ein Punkt der mich auch mal brennend interessieren würde, da ich ernsthaft am Überlegen bin was ich studieren soll.kann da vll jemand sinnvoll weiterhelfen ??
    Danke Rasmus

  3. Thomas on November 26th, 2011 03:44

    @Rasmus:
    Und wieder ein unnötiger und unnützer Studiengang (z.B. Pre-Hospital Management) auf dem ohnehin schon völlig überfrachteten Studienmarkt…
    Abgesehen davon, dass es bereits mehrere Studiengänge gleicher Art, nur mit anderer Bezeichnung gibt, ist auch dieser Studiengang eine Mogelpackung.
    Was soll ein RettAss mit der “Kompetenz” zur Übernahme von “mehr therapeutischen Maßnahmen zum Überbrücken des therapiefreien Intervalls”? Es wurde doch u.a. auch bei “rettungsdienst.de” schon mehrfach beschrieben (z.B. von der Bundesärztekammer), dass aufgrund der fehlenden rechtlichen Rahmenbedingungen die meisten Studieninhalte völlig unsinnig sind! Dabei ziele ich noch nicht mal auf das übertriebene Standesdenken der BÄK ab… Alles weitere kann ich auch mit einem herkömmlichen BWL-Studium und einer ordentlichen OrgL-Ausbildung erlernen.

    Ich bin absolut nicht gegen eine Weiterentwicklung des RD´s und schon gleich dreimal nicht gegen die Durchlässigkeit in andere medizinische Berufe oder Aufstiegsstudiengänge für RettAss. Aber diese müssen eine fundierte Basis haben, es muss der Bedarf vorhanden sein und der rechtliche Rahmen muss gegeben sein! Alles andere ist überflüssig.

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