Risiko Container: Tipps für den Rettungsdienst


St.-Augustin (BGIA) – Container werden in Übersee häufig zur Schädlingsbekämpfung mit Begasungsmitteln behandelt und nicht selten ist die Kennzeichnung mangelhaft. Das BGIA – Institut für Arbeitsschutz informiert über Risiken und Behandlungsmaßnahmen.

Die Container werden selten in Häfen, sondern überwiegend beim Empfänger entladen. Dies führt dazu, dass entsprechende Vergiftungen überall vorkommen können. Neben den typischen Begasungsmitteln können Gesundheitsgefahren durch Industriechemikalien auftreten, die beim Produktionsprozess angefallen sind. Das BGIA – Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hat auf diese Gefahren mit einer Fachinformation reagiert, die unter anderem Handlungsempfehlungen für den Rettungsdienst enthält.

Für den Notarzt bleibt die Diagnostik dennoch schwierig. Häufig wird in der Akutsituation eine eindeutige Zuordnung von Intoxikationserscheinungen zu einer Substanz nicht gelingen. Hinzu kommt, dass es außer für Blausäure keine spezifischen Antidots gibt. Bei allen therapeutischen Maßnahmen ist allerdings ein erhöhtes Augenmerk auf den auf den Selbstschutz zu richten, zum Beispiel beim Bergen von Personen aus einem Container.

Die Handlungsempfehlungen beschreiben Giftaufnahme, Ausscheidung, Wirkung, Therapie und Besonderheiten bei einer Vergiftung mit folgenden Begasungssubstanzen: Phosphorwasserstoff (Phosphin),
Brommethan (Methylbromid), Blausäure und Sulfurylfluorid.

Das Dokument ist wie folgt erreichbar: www.bgia.de
Webcode d25212 eingeben.

(19.08.2008)

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