Rheinland-Pfalz optimiert Versorgung von Herzinfarktpatienten


Foto: BTLMainz (pm) – Die Versorgung von Patienten mit Herzinfarkt durch den rheinland-pfälzischen Rettungsdienst ist weiter verbessert worden. Die Notarzteinsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes gehen mit 12-Kanal-EKG Geräten und mit Medikamenten zur präklinischen Lysetherapie in den Einsatz.

Der Faktor Zeit spielt bei der Infarktversorgung eine entscheidende Rolle. Dies stellt gerade in einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz mit teilweise dünner Bevölkerungs- und damit auch Klinikdichte eine besondere Herausforderung dar.

In einem Projekt der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst des Landes Rheinland-Pfalz wurden unter der Leitung von Dr. Guido Scherer mehrere Maßnahmen ergriffen, um die die Akutbehandlung des Herzinfarktes durch Standard Operating Procedure zu verbessern.

Neben einer landesweiten Pflichtfortbildung für Rettungsassistenten wurden auch die Notärzte über den Behandlungs- und Vorgehenspfad unterrichtet.

Weiterhin wird die Zusammenarbeit von Klinikzentren und Rettungsdiensten intensiviert. Zu diesem Zweck sollen alle EKG Geräte des Rettungsdienstes mit Faxmodulen ausgerüstet werden, damit das EKG des Patienten bereits vom Einsatzort in das Klinikzentrum auf Fax und Mobiltelefon gesendet werden kann. Alle EKG-Geräte der RTW und NEF werden landeseinheitlich in den kommenden Jahren sukzessive mit einer automatischen EKG-Analysesoftware ausgerüstet, um die Diagnosesicherheit „Herzinfarkt“ zu erhöhen.

Gemeinsam mit dem Ministerium des Innern und für Sport konnte mit den Krankenkassen als Kostenträger des Rettungsdienstes eine Finanzierung für die (teuren) Lyse-Medikamente erreicht werden, so dass diese seit dem 1. Mai 2010 in allen NEF (Notarzteinsatzfahrzeuge) in Rheinland-Pfalz vorgehalten werden können. Damit steht diese Therapieoption ab sofort in allen Teilen des Landes Rheinland-Pfalz zusätzlich und vor Ort zur Verfügung.

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