Organisatorische Leiter werden Verbandsführer


Höxter (pm) – Mit Erfolg absolvierten 18 Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Höxter einen Lehrgang zum Verbandsführer. Sie erlernten das Handwerkszeug zum Führen größerer Einheiten und Verbände des Sanitäts- und Rettungsdienstes bei Großschadenslagen.

Bei größeren Schadenslagen haben Verbandsführer wichtige Aufgaben. Sie arbeiten eng mit den Leitenden Notärzten (LNA) zusammen, organisieren die medizinische Rettung, regeln den Abtransport von Verletzten und die Betreuung von unverletzten Betroffenen. Bei Unglücksfällen mit vielen Verletzten werden Verbandsführer in Nordrhein-Westfalen auch am Behandlungs- oder Betreuungsplatz vor Ort eingesetzt.

„Wir sind jetzt noch besser für Einsätze gerüstet“, erklärte der Sprecher der Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL), Elmar Schwarzendahl aus Dalhausen. Die Anforderungen seien stetig gestiegen. Dem trage die Zusatzqualifikation Rechnung. Den Lehrgang führte das Institut für Bildung und Kommunikation des Deutschen Roten Kreuzes, Landesverband Westfalen-Lippe e.V., in Brakel und Bad Driburg durch. Neben Rechtsfragen und Einsatztaktiken standen auch Planspiel-Übungen auf dem Stundenplan.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst des Kreises Höxter, Dr. Matthias Michael Gernhardt, beglückwünschte die Verbandsführer zur bestandenen Prüfung. Erfreut zeigte sich auch der Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz des Kreises Höxter, Jürgen Ditter. Die zusätzliche Qualifikation der Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, die durch den Kreis Höxter bestellt sind, führe zu Verbesserungen bei der Bewältigung von Großschadensereignissen, sowohl bei Einsätzen im Kreisgebiet als auch bei überörtlichen Hilfeleistungen. Die Zusammenarbeit mit dem Leitenden Notarzt und dem Einsatzleiter vor Ort werde gestärkt.

Für die Arbeit der Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und die Leitenden Notärzte hat der Kreis Höxter vor zwei Jahren einen eigenen Einsatzleitwagen Rettungsdienst (ELW 1) in den Dienst gestellt. Mehrfach musste das Führungsfahrzeug bereits ausrücken. So waren Organisatorische Leiter Rettungsdienst im Einsatz bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B64/83 in Höxter, bei der Bombenentschärfung in Holzminden als Führung des Patiententransportzuges (PTZ 10), an Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft sowie bei dem Gas-Unfall in Bad Driburg und dem Chlorgas-Unfall im Freibad Höxter.

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