MANV mit 200 Patienten simuliert


Bonn (BBK) – 46 Leitende Notärzte und Organisatorische Leiter Rettungsdienst wurden Ende September 2013 in der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in der Bewältigung von MANV-Lagen geschult. Die Fachkräfte wurden im Rahmen des Seminars „Ärztliche und rettungsdienstliche Führungskräfte beim MANV II“ mit einem großen Unfallszenario konfrontiert.

Höhepunkt des Seminars waren zwei Simulationsübungen, die mit Hilfe der an der Akademie entwickelten „Führungs-Simulation MANV“ dargestellt wurden. Bei dem Übungsszenario handelte es sich um einen Unfall, bei dem ein Nahverkehrszug mit einem Bus zusammenstieß und bis zu 200 Verletzte zu versorgen waren.

Die Teilnehmer mussten die Einsatzlage parallel zu acht Patientenablagen, die durch bis zu vier Abschnitte Erstversorgung geführt wurden, meistern. Der Transport der Patienten erfolgte im weiteren Übungsverlauf über zwei autarke Transportorganisationen. Organisatorisch wurde der Einsatzabschnitt Rettungsdienst in zwei stabsmäßig geführte Unterabschnittsleitungen aufgeteilt, die einer stabsmäßig geführten Einsatzabschnittsleitung Rettungsdienst unterstellt waren.

Zur realistischen Darstellung übten die Unterabschnittsleitungen jeweils in einem Einsatzleitwagen (ELW 2) und die Einsatzabschnittsleitung in einem Stabsraum. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und Euskirchen unterstützten die Übungen mit ihren ELW 2. Darüber hinaus waren noch zwei ELW 1 von den Maltesern aus Bornheim und Euskirchen in die Übung eingebunden.

Das Seminar zeige, dass Übungen für den Massenanfall von Verletzten mit hohen Verletztenzahlen sehr effektiv mit der „Führungs-Simulation MANV“ dargestellt werden könnten, schreibt das BBK.

(Foto: BBK)

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