Leukämiepräperat wirkt bei Schlaganfall


Stockholm (idw/rd.de) Der Schwedische Forschungsrat veröffentlichte eine Studie, die nahe legt, dass mit einem Leukämie-Medikament Hirschädigungen nach einem Schlaganfall verhindert und das erfolgreiche Behandlungsfenster vergrößert werden kann.

Seit einem ganzen Jahrzehnt gilt der Wirkstoff t-PA als die effektivste Notfallbehandlung für einen Schlaganfall. Allerdings ist die Eigenschaft das Gehirn vor Blutungen zu schützen nur innerhalb der ersten drei Stunden nach einem Schlaganfall zu beobachten, nach dieser Zeitspanne vergrößert die t-PA-Gabe das Risiko gefährlicher Hirnblutungen.

Eine Studie von schwedischen und amerikanischen Wissenschaftlern gibt Anlass zur Hoffnung dieses Problem, durch die Erstbehandlung mit einem Medikament, das bislang zur Leukämiebehandlung eingesetzt wurde, demnächst lösen zu können. In Versuchen mit Mäusen wurde das Leukämiemedikament Imatinib (Glivec®) verabreicht. Es verhinderte Blutungen, selbst wenn kein t-PA innerhalb der ersten fünf Stunden verabreicht wurde.

„Diese Erkenntnis hat großes Potenzial, die Schlaganfalls-Behandlung von Grund auf zu verändern“, freut sich Professor Ulf Eriksson vom Karolinska Institutet in Stockholm. Klinische Tests sind in Vorbereitung.

Die Studie wurde in Nature Medicine veröffentlicht worden.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?