Keine Angst vor Lernfeldern


Foto: MalteserNellinghof (pr) – Lernfelder, Ausbildungsziele, handlungsorientierter Unterricht, Fachkompetenz, personale Kompetenz – auch in der Rettungsdienstausbildung sind das längst keine unbekannten Größen mehr. Wie in vielen anderen Berufsausbildungen schon länger gängige Praxis, wird jetzt auch die Ausbildung im Rettungsdienst über so genannte Lernfelder organisiert.

Mit der Verabschiedung der Vorgabe durch den Bund-Länder-Ausschuss zur Ausbildung von Rettungssanitätern wird auch in dieser Ausbildung der Inhalt über Lernfelder und Ausbildungsziele definiert. Als erstes Bundesland hat Niedersachsen die Ausbildung zum Rettungsassistenten bzw. zur Rettungsassistentin über Lernfelder geregelt. Wann weitere Länder diesem Modell folgen werden, ist nur noch eine Frage der Zeit. Die Schulen werden in die Pflicht genommen, ihren Unterricht umzugestalten.

Was bedeutet diese Neuorientierung nun aber in der Praxis für die Ausbildung im Rettungsdienst? Was können Ausbilder im Rettungsdienst von den Erfahrungen mit Lernfeldern in anderen Berufsausbildungen lernen? Fragen wie diesen ist das Malteser-Schulungszentrum Nellinghof in einer Vorreiter-Rolle bereits im vergangenen Sommer mit einem ersten Seminar zu Lernfeldern in der Rettungsdienstausbildung erfolgreich nachgegangen.

Aufbauend auf dem Grundlagenwissen über Lernfelder in der Rettungsdienstausbildung bot die Schule nun einen zweiten Seminarteil an. Teilnehmer von Schulen aus ganz Deutschland nahmen an dem Seminar teil. Obwohl Lernfelder zwischenzeitlich als inhaltliche Beschreibung des Unterrichts ihren Platz in der Rettungsdienstausbildung durchaus gefunden haben, stellt die Umsetzung in der Praxis für viele Beteiligte immer noch eine große Umgewöhnung bei der Gestaltung des Unterrichts dar, die nach wie vor Fragen aufwirft.

Weniger den grundsätzlichen, theoretischen Hintergründen für die Neuorientierung im Unterricht widmete sich das zweite Seminar, sondern vor allem der konkreten methodischen Umsetzung im Unterricht, den dazu erforderlichen didaktischen Vorüberlegungen, der Erstellung von Lernsituationen, der Handlungsorientierung und Fallsimulation sowie der Gestaltung von Prüfungen nach den neuen Maßstäben.

Die Dozenten waren Prof. Dr. Thomas Bals vom Fachbereich Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Osnabrück, Dr. Ulrike Weyland vom Fachbereich Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Osnabrück sowie Diplomgesundheitslehrer Hendrik Sudowe, Dozent am Schulungszentrum Nellinghof. Die Leitung beider Seminarteile lag in den Händen des Diplompädagogen Frank Scheinichen vom Malteser-Schulungszentrum Nellinghof.

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