Katastrophenschutz-Schulen EU-weit vernetzt


(Foto: Cristodaro / BBK )

Ahrweiler (BBK) – Die vernetzte Arbeit von Schulen und Ausbildungseinrichtungen im Katastrophenschutz- und Krisenmanagement war das Thema eines zweitägigen Workshops an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ).

An dem Workshop nahmen die Leiterinnen und Leiter nationaler Katastrophenschutz- und Krisenmanagementschulen aus fünf europäischen Staaten zusammen mit Vertretern der EU-Kommission, des Bundesministeriums des Innern (BMI) sowie deutscher Landesfeuerwehrschulen teil.

Die Experten erörterten Möglichkeiten der Unterstützung für die neu gegründete „Training Policy Group“ der EU-Kommission, eine Gruppe auf EU-Ebene, die sich mit der Festlegung zukünftiger Trainingsstrategien befasst. Darüber hinaus wurden konkrete Empfehlungen erarbeitet.

„Die Vorsorge gegen und Abwehr von Gefahren zur Sicherheit unserer Staaten und ihrer Gesellschaften kann nur noch in internationalen Zusammenhängen erfolgen“, sagte Christoph Unger, Präsident des BBK bei der Begrüßung. Der Abteilungsleiter Krisenmanagement im BMI, Dr. Manfred Schmidt, verwies in seiner Eingangsrede auf die bisher erzielten Erfolge in der internationalen Kooperation bei der Ausbildung auf dem Gebiet des Katastrophenschutzes und des Krisenmanagements.

Die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten und der EU-Kommission präsentierten im Laufe der zwei Tage ihre aktuellen Ausbildungsmodelle und internationale Aktivitäten auf dem Gebiet sowie zukünftige Planungen in der Ausbildung. Es wurden viele Möglichkeiten für zukünftige gemeinsame Handlungsfelder festgestellt, beispielsweise beim Austausch von Teilnehmern und Dozenten oder bei der gemeinsamen Entwicklung von Seminaren. Die Diskussionsrunden moderierten der Leiter der AKNZ, Wolfgang Weber und der Leiter der Bundesschule des Technischen Hilfswerks aus Neuhausen, Harald Müller.

Die Gäste erhielten auch Gelegenheit, die Übungsräume für Stabsausbildung und die seit Dezember 2009 eingesetzte Simulationsunterstützung von Stabsübungen an der AKNZ zu besichtigen. Der nächste Workshop wird in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich an der Bundesschule des Technischen Hilfswerks in Neuhausen stattfinden.

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