Ivabradin senkt die Herzfrequenz


München (idw) – Die Behandlung mit der Substanz Ivabradin, wirkt sich nicht generell positiv auf Sterblichkeit, Herzinfarkt- oder Herzinsuffizienz-Häufigkeit aus.

Patienten mit einer Herzfrequenz über 70 Schläge pro Minute profitieren aber von der Medikation. Bei ihnen reduziert sich das Risiko für Herzinfarkt oder Gefäßkomplikation um ein Drittel. Das ist das Ergebnis der BEAUTIFUL-Studie, die heute beim Europäischen Kardiologenkongress präsentiert wurde. Der Kongress der European Society of Cardiology (ESC) findet vom 30. August bis 3. September in München statt, erwartet werden rund 30.000 Teilnehmer. Der ESC-Kongress ist die größte Mediziner-Tagung Europas und die größte kardiologische Veranstaltung weltweit.

In der BEAUTIFUL-Studie wurde die Wirksamkeit von Ivabradin als Zusatzmedikation zur bisher als Standard empfohlenen Therapie untersucht.

„Auch wenn der primäre Endpunkt nicht erreicht wurde, hat uns die Studie einige sehr wichtige Effekte gezeigt“, sagt Studienleiter Prof. Kim Fox (London, UK). „Es wird deutlich, dass eine erhöhte Herzfrequenz das Herz-Kreislauf-Risiko massiv steigert. Mehr als die Hälfte der Patienten mit Koronarer Herzkrankrankheit hat eine Ruhefrequenz von mehr als 70 Schlägen pro Minute. Diese Patienten können mit dieser Zusatzmedikation das Risiko eines neuerlichen Herzinfarktes oder eines Eingriffs reduzieren.“

Mehr Information:
http://www.escardio.org

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