Interkulturelles Kompetenztraining beim DRK


Düsseldorf (DRK) – Fach- und Führungskräfte der DRK-Integrationsagenturen absolvierten ein Kompetenztraining zur interkulturellen Öffnung des Verbandes.

Derzeit leben 15,3 Millionen Menschen mit einem Migrationshintergrund in Deutschland. Es sind Arbeitsmigrantinnen und –migranten aus verschiedenen Herkunftsländern, europäische und außereuropäische Flüchtlinge, osteuropäische Aussiedlerinnen und Aussiedler oder jüdische Kontingentflüchtlinge. Der Anteil der Migranten und Migrantinnen wird in Zukunft weiter wachsen. Schon heute wird jedes dritte Kind in Deutschland in eine Zuwandererfamilie hineingeboren.

Das Deutsche Rote Kreuz in Nordrhein – als Institution, die vielen Menschen eine haupt- oder ehrenamtliche Beschäftigung ermöglicht, sowie als Anbieter von Sozial- und Gesundheitsdiensten – will auf diese gesellschaftliche Entwicklung gut vorbereitet sein.

Deswegen hat der Vorstand des DRK-Landesverbandes Nordrhein im Mail 2007 beschlossen, die interkulturelle Öffnung des DRK in Nordrhein voranzutreiben. Ziel ist, allen Menschen unabhängig von ihrer ethnisch-kulturellen Orientierung und Herkunft gleichberechtigte Teilnahme an allen unseren  Angeboten sowie eine ehrenamtliche oder hauptamtliche Beschäftigung in unseren Einrichtungen zu ermöglichen.

Im November 2010 startete das Projekt „Kompetenztraining zur interkulturellen Öffnung für Mitarbeiter/innen des Deutschen Roten Kreuzes in Nordrhein“, an dem Fach- und Führungskräfte der DRK-Integrationsagenturen in Nordrhein teilnahmen.

Das Training umfasste vier ganztägige Veranstaltungen, die von November bis April stattfanden und den Teilnehmenden die Kenntnisse und Fähigkeiten für die Umsetzung der interkulturellen Öffnung im eigenen Verband vermittelten.

Am ersten Tag wurde gemeinsam eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Situation der interkulturellen Öffnung in den Kreisverbänden durchgeführt  und anschließend ein Trainingsprogramm zusammengestellt, das sich ganz nach den Bedürfnissen  der Teilnehmenden richtete.

Inhalte des zweiten Trainingstages waren das Kennenlernen der Prozessmodelle der Migration und Integration sowie die Vermittlung des kulturallgemeinen und kulturspezifischen Wissens zu einigen ausgewählten Themenbereichen. So lernten die Teilnehmenden Unterschiede zwischen individualistischen und kollektivistischen Kulturen, beispielsweise in Kommunikationsformen, Familien- und Erziehungsmodellen kennen.

Interkulturell fundierte Organisationsentwicklung war das Thema des dritten Tages.  Die Teilnehmenden lernten, wie sie interkulturelle Veränderungsprozesse produktiv gestalten können und wie sie die interkulturelle Öffnung ihrer Verbände nachhaltig sichern können.

Am letzten Tag des Kompetenztrainings wurden den Teilnehmenden Kenntnisse  und Fähigkeiten zum Erkennen und zum konstruktiven Umgang mit Konflikten im interkulturellen Kontext vermittelt.

Finanziert wurde das Projekt mit Fördermitteln der GlücksSpirale.

One Response to “Interkulturelles Kompetenztraining beim DRK”

  1. Frank on Mai 3rd, 2011 13:23

    Sehr vorbildliches Projekt um sich der jetzigen und zukünfitgen Situation in Deutschland anzupassen und dem sozialen Auftrag des DRK Rechnung zu tragen.
    Da könnten sich die anderen Verbände ruhig eine Scheibe abschneiden…
    Wie war das Feedback bzw. die Motivation der Mitarbeiter zu diesem Training? Gibt es darüber ebenfalls Berichte?

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