FDP-Politiker ist jetzt Notfallsanitäter


Kiel (pm) – Einer der ersten Notfallsanitäter Deutschlands ist der FDP-Politiker Jens Ackermann.

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete bestand am Mittwoch (26.02.2014) die Ergänzungsprüfung an der Med-Ecole im Schulungszentrum Kiel.

Für bisher im Rettungsdienst tätige Rettungsassistenten sieht das Notfallsanitäter-Gesetz eine solche Ergänzungsprüfung vor. Ist diese bestanden, darf der ehemalige Rettungsassistent die neue Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter“ führen. Med-Ecole bereitete die Prüfungsteilnehmer, die über mehr als fünf Jahre Berufserfahrung verfügen, in einem freiwilligen fünftägigen Ergänzungslehrgang auf das Examen vor. Für die Vorbereitung auf die praktische Prüfung hat die Schule in Simulationstechnik des australischen Herstellers iSimulate investiert. Die anatomischen und physiologischen Grundlagen wiederholen die Teilnehmer in einem Anatomie-Repetitorium über die eigene Online-Lernplattform.

Jens Ackermann (FDP) beeinflusste von 2005 bis 2013 in zwei Legislaturperioden die Entwicklung des Notfallsanitäter-Gesetzes mit. Ackermann sei als Krankenpfleger und Rettungsassistent sowie Medizinpädagoge besonders mit der Materie vertraut, teilte Med-Ecole mit. Nach der verlorenen Bundestagswahl kehrte Ackermann als Rettungsassistent in den elterlichen Betrieb zurück. Diese betreiben zwei Rettungswachen in öffentlicher Beauftragung. Neben Jens Ackermann nahmen 17 weitere Rettungsassistenten an der Ergänzungsprüfung teil.

(Foto: Med-Ecole)

17 Responses to “FDP-Politiker ist jetzt Notfallsanitäter”

  1. Jens Boldt via Facebook on Februar 26th, 2014 17:45

    Das ist doch wohl der reinste witz!? Niemand weiss was die Ausbildung beinhalten soll und ein privater anbieter zieht hier leute mit einem 5 tage Lehrgang über den tisch!? Hauptsache das gekd abkassieren! Und retter.tv macht daraus noch ein politikum indem man der groß und breit die partei präsentiert …die aber mit der ganzen sache nichts zu tun hat!

  2. Elendil on Februar 26th, 2014 18:15

    Wie schön für Herrn Ackermann …

    Gibt es sonst aktuell nix zu berichten, oder was soll der Unsinn?

  3. Daniel Grein on Februar 26th, 2014 18:17

    @Jens Boldt, dein Kommentar zeugt von Unwissenheit und ist peinlich.

  4. Andreas Wicke via Facebook on Februar 26th, 2014 18:37

    Tolle Werbung für Schule und FDP!

  5. Nico Müller via Facebook on Februar 26th, 2014 19:20

    Manche arbeiten noch an den Regularien und ein „großer“ Anbieter bietet schon ein Ergänzungslehrgang an ????? Und zufällig ein ehemalige „bekannter“ Bundestagsabgeordnete einer Partei die nicht mehr im Bundestag vertreten ist gehört zu einnen der ersten Notallsanitäter .Hoffentlich fährt der nicht bei mir in der Nähe. ……..

  6. Thomas Bauerdick via Facebook on Februar 26th, 2014 19:37

    Also ist der NFS nix anderes wie die damalige Anerkennung vom RS zum RA nur ebend mit ner Prüfung. Von 2005 bis 2013 bisschen Politik gespielt, dann mit der Partei gescheitert. Ach ja da war doch noch was : Schwups 5 Tage Kurs und schon ist man Notfallsanitäter…unglaublich….

  7. Dan Iel via Facebook on Februar 26th, 2014 23:10

    Nie im Leben, das ist die reinste verarsche!! Wie will diese Schule das hinbekommen haben den zu prüfen?

  8. Ojemine on Februar 27th, 2014 09:59

    Je nach Bundesland gibt es sehr wohl schon ausgearbeitete Konzepte und die Möglichkeit zur regulären Nachprüfung. Alle die schreien, dass man jetzt noch nicht nachprüfen kann, die haben sich anscheinend noch nicht mit der Materie befasst! Was im Norden halt schon klappt, ist im Süden gerade mal in der Entwurfsphase!

  9. Ralf Zantis on Februar 28th, 2014 10:16

    Ich glaube ein wenig mehr informative Sachlichkeit täte dem Ganzen hier gut.
    @ Jens Boldt: Das Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und
    des Notfallsanitäters (Notfallsanitätergesetz -NotSanG) ist am 01.01.2014 in Kraft getreten und die dazugehörige Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter
    (NotSan-APrV) ist ebenfalls veröffentlicht. Es sind doch alle Regularien bekannt. Der Gesetzgeber ermöglicht hier Rettungsassistenten mit mehrjähriger Berufserfahrung unterschiedliche Wege. Herr Ackermann hat den für ihn rechtsgültigen Weg als Chance genutzt, einen neuen Weg zu beschreiten, welchen er selber durch sein politisches Engagement geebnet hat. Jens Ackermann erfüllt auch die Voraussetzungen für diesen Weg und durfte deshalb die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter absolvieren. Eine Rettungsdienstschule, die Rettungsassistenten mit mehr als 5 Jahren Berufserfahrung zusätzlich zur eigentlich nur notwendigen Ergänzungsprüfung, noch einen Refresher-Lehrgang anbietet, zieht meiner Meinung nach niemanden über den Tisch, sondern orientiert sich an den Bedürfnissen seiner Kunden. Welche Partei bzw. welcher Verband jetzt die Gesetzesschaffung auf ihre Fahnen schreiben will, ist doch so unwichtig, wie die Schuhe des Briefträgers, welcher mir eine freudige/ erfolgsversprechende Botschaft überbringt.

    @ Nico Müller:
    Ja „manche arbeiten immer noch“, aber einige sind schon fertig. Wer schneller ist, muss doch nicht auf den Langsameren warten. Einige Bundesländer tun sich schwerer mit der Umsetzung des oben genannten Gesetzes. Als jahrelang- tätiger RA, LRA und ………., bin ich davon überzeugt, dass Jens Ackermann als Notfallsanitäter seine Aufgaben erfüllen wird. Das hat die Prüfungskommission auch so festgestellt.

    @ Thomas Bauerdieck:
    Der Notfallsanitäter ist selbstverständlich etwas anderes, nämlich ein neues Berufsbild, welches die Grundlage für eine zukünftig-notwendige Weiterentwicklung eines Fachberufes zur Versorgung von Notfallpatienten bietet. Der eine Übergangsweg, welchen Jens Ackermann genutzt hat, sagt außerdem nichts über die anderen Wege aus (weder im positiven, noch im negativen).
    Was hat den das Scheitern der FDP mit der Ergänzungsprüfung zu tun.

    Alle die hier nur destruktiv rumjaulen, können sich nach bestandener Notfallsanitäterprüfung gerne nochmal zu Wort melden, wenn sich fach- und gesetzeskundig sind und einem Prüfungsausschuss gezeigt haben, das sie Berufsbezeichnung Notfallsanitäter zu recht tragen dürfen.

  10. Tim Gehrmann on Februar 28th, 2014 14:19

    Liebe sog. „Berufskollegen“ ,
    gerne oute ich mich hier als 3. Notfallsanitäter der Med-Ecole , der an diesem Tag seine Urkunde erhalten hat.
    Ich habe tatsächlich 6 Wochen gelernt und den dazugehörigen Vorbereitungslehrgang besucht. Stellt Euch vor, ich bin seit 2000 hauptberuflich im RD eingesetzt, habe diverse Zusatzqualifikationen und kann mit ruhigem Gewissen behaupten , dass das Niveau bei der Prüfung sehr hoch war.
    Es gab auch keinen Unterschied ob da jetzt ein J.A. oder ein J.F. Prüfling war.
    Die Kosten hat jeder Teilnehmer selbst getragen.
    Es gibt eben Rettungsassistenten, die nicht darauf warten, dass sie von ihrem AG alles geschenkt kriegen, sondern eine gewisse Eigeninitative ergreifen !!!
    Wie viele Kollegen besuchen jedes Jahr einen AMLS,PHTLS usw. Kurs und bezahlen den selbst ????
    Ich glaube, dass es wichtigere Dinge in unserem Berufszweig gibt, als sich über Jens Ackermann und seine Geschichte Gedanken zu machen !!!!!

  11. Christoph Dedner on Februar 28th, 2014 17:29

    Ich kann dem Kollegen Gehrmann und Zantis in allem nur beipflichten.
    Ich oute mich ebenfalls als Teilnehmer der Ergänzungsprüfung an der oben genannten Schule und sage ebenfalls, die Prüfung war nicht einfach!

    Ich habe vor gut 12 Jahren mein RettAss Examen abgelegt und die Ergänzungsprüfung ohne Vorbereitungslehrgang abgelegt und bestanden.
    Ich denke darauf und natürlich auf das bestehen mit Vorbereitungslehrgang kann man nach sovielen Jahren RettAss stolz sein.

    Die Schule zieht niemanden über den Tisch, da der Vorbereitungslehrgang freiwillig ist.

    Bevor man hier rum mault und schimpft sollte man sich mit der Materie befassen.
    Wenn man dieses täte, würde man auch schnell feststellen das wesentlich weiter südlich, nämlich in Hessen paralell zur oben genannten Schule auch eine Ergänzungsprüfung statt fand.

    Herr Ackermann hin, Herr Ackermann her…
    …ich bin auch kein Parteifreund der FDP aber soll ich Herrn Ackermann deshalb den Notfallsanitäter nicht gönnen?

  12. Peter Krieg on Februar 28th, 2014 18:00

    @ Tim Gehrmann

    Schön zu sehen das es noch Rettungsassisten gibt die ihrem Arbeitergeber Geschenke machen. Erst die Ausbildung selber bezahlen, kein Lohn im praktischen Jahr bekommen und am Ende noch die Prüfung selber bezahlen. 🙁

    Ahoi Peter

  13. tangotango on März 1st, 2014 09:48

    Tim: Herzlichen Glückwunsch! Coole Sache 🙂

  14. tangotango on März 3rd, 2014 09:40

    @Peter Krieg
    Für viele (auch für mich) ist die Selbstfinanzierung von Lehrgängen und Fortbildungen eine der wenigen, wenn nicht einzige, Möglichkeit, um überhaupt beruflich irgendwie weiter zu kommen.

  15. Jörn on März 18th, 2014 22:46

    @all: Nach mir vorliegenden Informationen ist Jens Ackermann wohl doch nicht Deutschlands erster Notfallsanitäter. Weitere Informationen folgen…

    Abendliche Grüße aus dem Südwesten

  16. Achim on März 20th, 2014 10:22

    @tangotango

    Schlagen sich dann deine selbst finanzierten Fortbildungen wenigstens in deinem Gehalt nieder?

  17. Felix Brendel on April 3rd, 2014 00:04

    Ich empfinde diesen Artikel nicht angemessen, die Probleme im Rettungsdienst sind nicht durch ein Notfallsanitäter Gesetz zu lösen. Fakt ist das gerade im Osten mit Rettungsdienstlern Lohn Dumping betrieben wird. Dass Jahre lange Kollegen nichts mehr Wert sind, dass Rettungsdienstler nicht mehr wissen wie sie ihren normalen Lebensstandard halten sollen, dabei zu schauen müssen wie Automobil Arbeiter mehr verdienen als Menschen, die für das Sicherheitsgefühl unserer Gesellschaft einen der wichtigsten Faktoren spielen. Die davon wissen welche Fehler in diesem System Rettungsdienst sich ein geschliffen haben sie aber nichts darüber sagen, weil man sonst ihnen mit Kündigung droht.Der Rettungsdienst ist auf einer Talfahrt eine Dienstleistung die nichts Wert ist.

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