Fahrsimulatortraining für Auszubildende im Rettungsdienst


(Foto: ASB DRK JUH Rettungsdienst BI gGmbH)Bielfeld (pm) – Die 14 Auszubildenden der ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH staunten nicht schlecht, als sie zur internen Rettungsdienstfortbildung mit dem Schwerpunkt „Verkehrssicherheit“ kamen.

Durch die Teilnahme an einem Fotowettbewerb, der von Fachzeitschrift „Rettungsdienst“ gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) durchgeführt wurde, gewann Rettungsassistent Eugen Latka eines von drei Fahrsimulator Trainings, das speziell von der DVR ausgerichtet wird um die Effektivität bei Einsatzfahrten mit Rettungsmitteln zu verbessern.

Der Fahrsimulator mit einem Gewicht von ca. 2000 kg und einer Aufstellfläche von 6 x 10 Meter wurde bereits am Vortag mit einem LKW geliefert und in der Fahrzeughalle der Rettungswache 6 in der Artur-Ladebeck-Straße aufgebaut. Das Konzept des Fahrsimulator Trainings baut aus didaktischen Gründen in Theorie- und Praxisphasen auf. So wurden die 14 Auszubildenden, die sich in der Ausbildung zum Rettungssanitäter/innen und Rettungsassistenten/innen befinden in zwei Kleingruppen geteilt und wechselten sich mit Theorie und Praxis ab.

Im theoretischen Teil wurde durch die fachlich gut ausgebildeten Mitarbeiter der DVR die Azubis über mögliche Auseinandersetzungen mit Gefahrensituationen, sowie das richtige Verhalten bei kritischen Verkehrssituationen gesprochen. Auch wurden Themen wie die Fahrphysik und die Straßenverkehrsordnung erläutert.

In der Praxisphase wurden Übungen zu vielen denkbaren Verkehrs- und Umweltsituationen trainiert. Diese Übungen wurden in einem PKW Modell verrichtet. Um den PKW wurden zahlreiche Monitore in alle Richtungen aufgestellt. Das ganze wurde über visuelle, motorische und akustische Reize gesteuert.

Seit mehreren Jahren führt die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Bielefeld Fahrsicherheitstrainings durch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen die Kranken- und Rettungswagen sowie die Notarzteinsatzfahrzeuge kennen lernen, die sie gemäß ihrem medizinischen Ausbildungsstand tagtäglich benutzen. So wird ihr Reaktionsvermögen bei der Nutzung unterschiedlicher Fahrzeugtypen für die besonderen Umstände einer Einsatzfahrt erlernt und verbessert. Nicht umsonst datiert der letzte Verkehrsunfall eines Rettungswagens der Retter von ASB, DRK und
JUH vom Dezember 2008.

Beim Fahrsimulator Training der DVR ist eine intensive Konzentration auf die Einsatzfahrt unter Verwendung von Blinklicht und Martinshorn möglich. Ereignisse wurden abgespeichert und wiederholt. Verschiedene Umwelteinflüsse wie Wetter und Straßenverhältnisse wurden eingespielt. Themenspezifische Übungen zu vielen denkbaren Verkehrs- und Einsatzsituationen, wie etwa die Fahrt im städtischen Berufsverkehr und der Einsatz durch eine ländliche Allee in den Abendstunden. Außerdem traten unerwartete Ereignisse durch das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer ein.

Eine Rettungsdienstfortbildung mit einem so hohen Einsatz von Technik und Material ist selten. Die Ausbildenden der ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH waren begeistert und konnten in den acht Stunden Fortbildung sehr viel Neues dazu lernen. Gepaart mit ihren praktischen Fähigkeiten führt sie dies wieder etwas näher zum Ziel ihrer Ausbildung. „Denn das sichere Ankommen beim Patienten ist ebenso wichtig wie die medizinischen Maßnahmen, die der Rettungsdienstler an Ort und Stelle verrichtet“ so das DVR Team.

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