Erstes Bergsträßer Simulatorentraining


Kr. Bergstaße (pm) – Rettungsassistenten und Notärzte trainierten an Tübinger Patientensimulator.

Bei der der notfallmedizinischen Patientenversorgung kann sich der Patientenzustand unerwartet und rapide ändern. Für die Einsatzkräfte bedeutet eine solche Situation  Stress, aus dem Behandlungsfehler resultieren können. Zur Vorbereitung der Rettungsteams auf solche Stresssituationen und besonders kritische Zwischenfälle wurde an der Universitätsklinik Tübingen ein Hightech-Patientensimulator entwickelt.

In den sogenannten „Simulator Trainings“ können Rettungsassistenten und Notärzte realistische Einsatzszenarien trainieren, die über 50.000 € teure Übungspuppe lässt sich dabei behandeln wie ein wirklicher Patient. Alle notwendigen notfallmedizinischen Maßnahmen können an der Trainingsstation angewendet werden, Erfolg oder Misserfolg der durchgeführten Maßnahmen spiegeln sich den erhobenen Messwerten und in einer Änderung des „Patientenzustandes“ wieder.

In einem Kooperationsprojekt des Tübinger Patientensicherheits- und Simulationszentrum (TüPass) und des Dezernates für Gefahrenabwehr des Kreises Bergstraße konnte am vergangenen Wochenende in Birkenau-Hornbach das „1. Bergsträßer SIM-Training“ durchgeführt werden.

Dr. Marcus Rudolph und Eric Stricker leiteten die Trainingseinheiten am Patientensimulator. Nach einer Einführungsveranstaltung zu den Thematiken „Human Factors“, „Crew Ressource Management“ und „Incident Reporting System” erfolgte eine praktische Einweisung am Simulator. Der zweite Fortbildungstag wurde durchgehend von verschiedenen Notfallszenarien am Simulator bestimmt.

Eine Nachbereitung der absolvierten Trainingseinheiten erfolgte mittels Audio und Video Debriefing. Das Resümee der Teilnehmer/innen aus den Rettungsdienstbereichen Bergstraße, Mannheim, Ludwigshafen und Mittelbaden war überaus positiv: SIM-Trainings sollten als Instrument der Qualitätssicherung vermehrt in der Rettungsdienstfortbildung angeboten werden – zum Wohle des Notfallpatienten.

Finanzielle unterstützt wurde die Veranstaltung dankenswerterweise durch das RWE (Kraftwerk Biblis), die notfallmedizinische Ausrüstung wurde durch den DRK-Kreisverband Bergstraße zur Verfügung gestellt. Für das kommende Jahr ist das nächste SIM-Training bereits in der Vorbereitungsphase.

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