Einfachere Anleitung der Wiederbelebung


Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes Prof. Dr. Wolfgang Schreiber, Proband Roberta Laggner, Ing. Christof Constantin Chwojka Geschäftsführer 144 NOTRUF NÖ (Foto: 144 Notruf NÖ)Wien (pm) – Eine europaweit einmalige Studie soll Teile der derzeit international gültigen Guidelines überprüfen. Dabei geht es um besonders verständliche Formulierungen, um Ersthelfer am Notruf zur Wiederbelebung anzuleiten.

Prof. Dr. Wolfgang Schreiber und Prof. Dr. Harald Herkner von der Universitätsklinik für Notfallmedizin sowie Ing. Christof Constantin Chwojka, Geschäftsführer von der Leitstelle 144 Notruf NÖ freien sich über die wissenschaftliche Partnerschaft.

„Die Weiterentwicklung der Effizienz der Herzdruckmassage ist für das Überleben vieler Notfallpatienten mitentscheidend. Die Universitätsklinik für Notfallmedizin hat mittlerweile eine Reihe von Studien im Bereich der Reanimation durchgeführt, sowohl mit Profis als auch mit Laienhelfern,“ beschreibt Prof. Dr. Herkner die Wichtigkeit von Ersthelfermaßnahmen.

„Das Engagement des Österreichischen Roten Kreuzes im Bereich der Ersthelfer-Ausbildung ist durch tausende Kursteilnehmer pro Jahr unumstritten,“ beschreibt der Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes Prof. Dr. Wolfgang Schreiber. „Je einfacher die Handgriffe sind, desto eher werden Laien zu Ersthelfern – damit wird die Basis für unser Engagement in der Notfallrettung gelegt!“ skizziert Schreiber die Verzahnung der Rettungskette.

In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass die Effizienz der Hilfsmaßnahmen steigt, je einfacher die Anleitungen am Notruf und die Formulierung der Ersten-Hilfe-Handgriffe sind. Daher wird nun durch die Universitätsklinik für Notfallmedizin und 144 Notruf NÖ in Zusammenarbeit mit dem Österreichischem Roten Kreuz eine Studie durchgeführt, wie sich unterschiedlich schwierig formulierte Anweisungen am Notruf auf die Effizienz der Herzdruckmassage auswirken.

In einer am Donnerstag in der Blutspendezentrale des Österreichischen Roten Kreuzes in Wien mit freiwilligen Blutspendern durchgeführten Studie wurden 24 Probanden gebeten, eine telefonisch angeleitete Wiederbelebungssituation zu durchlaufen. Die unterschiedlichen Formulierungen der Telefonanleitung werden nach dem Zufallsprinzip zugeteilt, um einen fairen Vergleich zwischen den Gruppen zu ermöglichen. Sowohl im Vorfeld, als auch während der ersten Hilfe und danach wurden verschiedene wissenschaftliche und medizinische Untersuchungen an den Probanden vorgenommen und die Effektivität der Wiederbelebung an einer Übungspuppe gemessen. Die Ergebnisse werden im nächsten halben Jahr ausgewertet, analysiert und anschließend veröffentlicht.

„Eine der Prämissen unserer Organisation sind die telefonischen Anleitungen zu Sofortmaßnahmen schon am Notruf. Diese erhöhen nachweislich das Outcome und die Überlebenswahrscheinlichkeit.“ erklärt 144 Notruf NÖ Geschäftsführer Ing. Christof Constantin Chwojka. „Daher war es natürlich sofort klar, dass wir als Partner in der Forschung fungieren und so einen Beitrag zur besseren Versorgung der Bürger leisten,“ so Chwojka.

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