DLRG Osthessen: Jugendarbeit als zentrale Aufgabe


Fulda (pm) – Wenn die Sonne die Freiluftsaison einläutet und Groß und Klein an die Badeseen und Strände lockt, dann gibt es für die Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wieder einiges zu tun. Bei der DLRG Osthessen-Fulda e.V wird zudem Jugendarbeit groß geschrieben.

Eine der Aufgaben der DLRG ist es, vor Gefahren im und am Wasser zu warnen. Auch die Mitglieder der DLRG Osthessen-Fulda e.V. sind deshalb zum Beispiel am Nieder-Mooser See oder Pfordter See unterwegs. „Unsere Leute versehen im Sommer an den Badeseen Dienst. Glücklicherweise kommt es in der Regel zu keinen Einsätzen, aber sie leisten viel Präventionsarbeit “, beschreibt Martin Hohmann, Bezirksleiter der DLRG Osthessen-Fulda. Die Arbeit der DLRG beschränkt sich selbstverständlich nicht auf die Sommermonate und die Wachdienste an Badeseen. „Zu unseren Aufgabenbereichen zählen neben dem Wasserrettungsdienst auch der Katastrophenschutz, Sanitäts- und Erste-Hilfe-Aufgaben und natürlich – ganz zentral – die Jugendarbeit.“ Die Ausbildung in den einzelnen Bereichen übernimmt die DLRG Osthessen-Fulda größtenteils selbst. Der Bezirksverband zählt mehr als 2 000 Mitglieder, von denen die Hälfte unter 27 Jahre alt ist.Jugendarbeit der DLRG Osthessen-Fulda (Foto: Presseamt Fulda,  DLRG)

„Die Jugendarbeit ist eine große Aufgabe für uns. Sie umfasst bei den Kleinen Schwimmkurse, geht über in das Schwimmtraining, und ab zirka zwölf Jahren können die Kinder mit der Ausbildung zum Rettungsschwimmer beginnen.“ Diese Ausbildung kann in der Regel etwa im Alter von 16 Jahren abgeschlossen werden. An die Badeseen dürfen die Jugendlichen im Rahmen der Jugendarbeit schon früher mitkommen, natürlich mit einem erfahrenen Rettungsschwimmer an ihrer Seite. „Eine der Hauptattraktionen ist für fast alle natürlich die Möglichkeit, den Bootsführerschein zu erwerben. Unsere Ansprüche in diesem Bereich sind hoch, denn wir fahren mit den Booten raus, wenn andere nicht mehr können.“ Dennoch: Der Großteil der Arbeit beruht auf körperlichem Einsatz. Deshalb lernen die Jugendlichen während ihrer Ausbildung mit Hilfsmitteln wie Rettungsgurten oder Bojen zu schwimmen, werden an den Umgang mit Funkgeräten herangeführt und erhalten eine umfangreiche Sanitäts- und Rettungsausbildung.

Nachwuchssorgen hat die DLRG Osthessen-Fulda nicht, vielmehr wird das Augenmerk verstärkt auf die über 40-jährigen gerichtet. „Wir versuchen erfolgreich, die Eltern der Kinder ebenfalls verstärkt in die Rettungsschwimmerausbildung einzubinden.“

Neben der Wasserrettung ist die DLRG auch im Bereich des Katastrophenschutzes aktiv. Gemeinsam mit Partnern, wie dem Technischen Hilfswerk oder der Feuerwehr, kommt die DLRG Osthessen-Fulda zum Beispiel bei Hochwasser zum Einsatz. Zum weiteren Einsatzspektrum gehört die Betreuung der Schwimmbad-Diskos in der Region und auch die Kanurennen bezeichnet Hohmann als „Pflichtveranstaltung“, bei der die DLRG an den kritischen Stellen Posten aufstelle. Eine Besonderheit bei fast allen Einsätzen ist, dass die Geräte, die die DLRG mitbringt, fast ausschließlich dem Verein gehören. „Eigentlich alles, was wir kaufen, gehört uns. Wir finanzieren diese Anschaffungen zu einem großen Teil über Mitgliedsbeiträge und Spenden.“

Im Sommer unterstützen die Mitglieder der DLRG Osthessen-Fulda ihre Kollegen an der Nord- und Ostsee. „Wir bilden unsere Mitglieder auch dafür aus, dass sie dort ihren Dienst versehen können. Viele Jugendliche bilden Gruppen und fahren dann gemeinsam in den Sommerferien zum Dienst an das Meer.“ Die Aufgaben sind die gleichen wie am Badesee: vor Gefahren warnen und in Notfällen unverzüglich eingreifen.

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