Besuch von Kollegen aus Russland


Hannover (JUH) –Die Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover hatte kürzlich zwölf Ärzte aus der russischen Föderation zu Gast. In Vorträgen und Übungseinheiten am Luftrettungssimulator „Christoph Life“ wurden sie zum Thema Luftrettung in Deutschland geschult.

„Wir organisieren und halten seit mittlerweile 19 Jahren regelmäßig Seminare für medizinisches Personal aus der russischen Föderation. Jetzt können wir erstmalig ein Teamtraining im Simulator anbieten“, erklärt Schulleiter Kersten Enke. Seit 2010 existiert ein Abkommen mit Russland, in dem diese Art von Zusammenarbeit definiert ist. Beispielsweise regelt es die Hospitationsausbildung russischer Ärzte in Deutschland.

„Ich bin gemeinsam mit zwei meiner Kollegen auf Einladung des Koch-Metschnikow-Forums hier. Es ist sehr interessant, sich über unsere Gesundheitssysteme auszutauschen“, sagt Yaroslav Isaev, Kinderchirurg in Moskau.

An einem Vormittag konnten die Teilnehmer Rettungseinsätze im „Christoph Life“ trainiert. Der Flugrettungssimulator ermöglicht es, verschiedene Szenarien unter realen Voraussetzungen zu üben. Zwei „Patientinnen“ der realistischen Unfalldarstellung (RUD) kamen zum Einsatz.

Im Anschluss stand am Nachmittag ein Besuch auf dem Fliegerhorst Wunstorf der Bundeswehr mit Besichtigung des AirMedEvac (Sekundärtransport von Verletzten und Kranken auf Luftweg) auf dem Programm. Am Beispiel der C-160 Transall erklärte der Arzt des Johanniter-Ortsverbands Wunstorf-Steinhuder Meer, Dr. Sami M. Mohtadi, die Ausbildung des Personals, die Technik, die zum Einsatz kommt und das gesamte Einsatzspektrum.

Die Johanniter-Akademie veranstaltete das Seminar in Zusammenarbeit mit der Akkon-Hochschule in Berlin. Das Bundesgesundheitsministerium förderte das Seminar finanziell.

(Foto: Johanniter)

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