5.120 Grundschüler üben den Notruf


(Foto: Björn Steiger Stiftung)Winnenden/Konstanz (pm) – Dank der Initiative „Sani Sanelli“ der Björn Steiger Stiftung lernen Grundschüler im Landkreis Konstanz spielerisch das Verhalten im Notfall und das Absetzen eines Notrufs.

Mit Lehrmaterialien wie Handy-Attrappen, dem Kuscheltier „Sani Sanelli“, einem speziellen Kinderbuch und einem Lied der Bläck Fööss trainieren Grundschüler, wie man am schnellsten Hilfe holt.

Das rotblaue Kuscheltier „Sani Sanelli“ hilft dabei als kindgerechte Figur, die unterschiedlichen Situationen wie Unfälle beim Eislaufen, Feuer im Haus oder Herzanfall der Großmutter einzuschätzen. Oft wird dabei auch mit den Kindern gesungen: Die Musiker der Kölner Kultband „Bläck Fööss“ liefern Text und Musik des passenden Kinderliedes „112 – Hilfe eilt herbei“. Unterstützt wird diese Initiative auch von der Deutschen Telekom AG, die die Handy-Attrappen zur Verfügung stellt.

Für das Ergreifen von Maßnahmen der Ersten Hilfe sind Grundschüler noch zu jung, aber sie können lernen, wie sie am schnellsten für andere Kinder oder verunglückte Erwachsene Hilfe holen. Dr. Gernot Rücker, Oberarzt des Universitätsklinikums Rostock, hat in seiner neuesten Studie bei Schülern zwischen 10 und 19 Jahren unter anderem herausgefunden, dass die Notrufnummer 112 bei 21,2 % der Schüler nicht bekannt ist oder falsch benannt wird. Es ist also wichtig, schon den jüngeren Schülern beizubringen, wo sie anrufen müssen, um Hilfe zu bekommen. Und darüber hinaus sollten sie auch noch wissen, welche Informationen für die Notrufleitstelle wichtig sind.

2009 startete „Sani Sanelli“ an 150 Kölner Grundschulen. Im Juni 2010 probten Hamburger Klassen den Umgang mit dem Notfall, im Herbst übten Grundschüler in Schleswig Holstein und Baden-Württemberg mit den Abenteuern von Sani Sanelli. Weitere Bundesländer und Städte sollen folgen. Die aktuelle Aktionswoche mit 200 Schulklassen im Kreis Konstanz ist mit 4.800 Euro Spenden finanziert.

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