18 neue First Responder


(Foto: Kreisfeuerwehrverband Bad Tölz-Wolfrathshausen)Egling (FF) – Über personelle Verstärkung können sich die First Responder Gruppen der Feuerwehren Bichl, Beuerberg, Egling und Wolfratshausen freuen.

Insgesamt 18 Feuerwehrmänner und drei Feuerwehrfrauen beendeten ihre Grundausbildung heute erfolgreich und stehen für Einsätze parat.

Hinter den Teilnehmern lag bereits eine umfassende Grundausbildung in den vergangenen Wochen, bevor sie nun in Egling der Abschlussprüfung stellen konnten. Dabei hatte das ehrenamtliche Kreisausbilderteam um den First Responder Fachberater Stefan Kießkalt eine umfassende Prüfung für die Kandidaten aus den einzelnen Feuerwehren vorbereitet. Neben einer schriftlichen Prüfung zu allgemeinen Kenntnissen der Notfallmedizin, zur Bedienung des lebensrettenden Defibrillators und zu einsatztaktischen Fragestellungen, warteten sechs gestellte Notfallsituationen auf die Prüflinge.

An diesen Stationen mussten sie, unter den Augen der Ausbilder in Zweierteams beweisen, dass sie ihr Handwerkszeug in den vergangen Wochen gelernt hatten und es auch im Ernstfall sicher anwenden können. Neben der Herz-Lungen-Wiederbelebung unter Einsatz des Defibrillators, war die schnelle Hilfe der Helfer unter anderem bei einem Herzinfarkt und bei einem schweren Fahrradunfall gefragt. Mit Bravour lösten die Teilnehmer aus den vier Landkreisfeuerwehren ihre Aufgaben und stehen nun als First Responder in ihren Feuerwehren bei medizinischen Notfällen zur Verfügung.

Laut Stefan Kießkalt, dem Ausbildungsleiter, wurden die ehrenamtlichen Helfer gezielt in Situationen gebracht, in denen sie die lebensrettenden Handgriffe unter der Aufsicht und Anleitung der Trainer anwenden mussten. „Ein Lerneffekt mit großem Praxisbezug ist dadurch garantiert“, so Kießkalt, der beruflich als Rettungsassistent bei der Berufsfeuerwehr München arbeitet. Er und sein achtköpfiges Ausbilderteam – allesamt Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten mit langjähriger Berufserfahrung – führten in den vergangen Wochen auch die Ausbildung zur Prüfungsvorbereitung durch. Die Ausbildung war dabei von einem praxisorientierten Mix aus theoretischen Unterricht und verschiedensten praktischen Übungseinheiten geprägt.

Für Notarzt Dr. Josef Hafner, der die Ausbildung als Arzt begleitete, steht indes fest: „Die frisch gebackenen ehrenamtlichen Helfer stellen eine wirkungsvolle Verstärkung der Rettungskette dar. Mehrere Menschen im Landkreis verdanken ihr Leben dem schnellen und beherzten Eingreifen der First Responder Einheiten.“

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