Bundesärztekammer lehnt Gesetzentwurf ab


Berlin (rd.de) – Erwartungsgemäß fällt die Kritik der Bundesärztekammer am Entwurf des Notfallsanitätergesetzes besonders kompromisslos aus. Auch begrenzte heilkundliche Befugnisse der künftigen Notfallsanitäter werden abgelehnt.

Der fachliche Umfang der zukünftig eigenständig durchzuführenden Maßnahmen erscheint der Bundesärzteschaft – insbesondere angesichts der dreijährigen Ausbildung, der gestellten Eingangsqualifikation eines Realschulabschlusses und dem möglichen Einstiegsalters – deutlich zu umfassend.

Die Bundesärztekammer kommt unter Abwägung verschiedener Gesichtspunkte, insbesondere der Patientensicherheit, den Kosten für die Notfallversorgung und der Kompetenzstärkung zum Ergebnis, dass der Einordnung des neuen Berufsbildes in einen zur begrenzt selbstständigen Heilkundeausübung befugten Fachberuf, nicht zugestimmt werden kann.

Die Bundesärztekammer sieht darin entgegen der Beteuerung des Gesundheitsministeriums sehr wohl einen Einstieg in ein notarztfreies Rettungswesen.

Damit geht die Kritik der Bundesärztekammer deutlich weiter als die Stellungnahmen der Notarztvereinigungen. Die Notärzte warnen lediglich davor, den Rahmen eigenständig durchgeführter Maßnahmen nicht in Bereiche auszudehnen, für die selbst Ärzte Zusatzqualifikationen erwerben müssen.

(Foto: bbroianigo, pixelio.de)

36 Responses to “Bundesärztekammer lehnt Gesetzentwurf ab”

  1. Markus Stengel via Facebook on Juni 26th, 2012 12:00

    das war ja zu erwarten.

  2. Peter Link via Facebook on Juni 26th, 2012 12:08

    es geht mal wieder nur Kompetenz…..

  3. Michael Gleisenstein via Facebook on Juni 26th, 2012 12:11

    Warum sollten wir eigenverantwortlich arbeiten? Dann würde es ja bald mehr arbeitslose ärzte als assistenten geben. Also wie immer mehr rauch als feuer und warten auf den nächsten versuch…

  4. Robert Duschinger on Juni 26th, 2012 12:17

    Das ist ja klar – die “Ärzteschaft” hat Angst um ihre Kompetenzen. Jedoch ist es erstaunlich, dass in Deutschland ein RettAss “nur” 2 Jahre lernt, wobei eine Friseurin 3 Jahre lernt. Darin alleine sieht man schon die Wichtigkeit dieses Berufes. Es wird Zeit, dass sich etwas ändert. Deutschland hinkt in der Ausbildung von RettAss / Notfallsänitätern weit hinter anderen Ländern hinterher. Unsere Ausbildungen werden deshalb in vielen Ländern nicht anerkannt.

  5. Henning Spöring via Facebook on Juni 26th, 2012 12:25

    tja so wird die Patienten Versorgung nicht besser, wenn man so denkt wie die….

  6. Johann-es Dor via Facebook on Juni 26th, 2012 12:38

    Die wissen null was draußen wirklich los ist…

  7. charlie-zulu on Juni 26th, 2012 12:42

    ..und wie geht es jetzt weiter?

  8. Michael Nierath via Facebook on Juni 26th, 2012 12:43

    da zeigt sich mal wieder worums der Bundesärztekammer wirklich geht. “Die Bundesärztekammer sieht darin entgegen der Beteuerung des Gesundheitsministeriums sehr wohl einen Einstieg in ein notarztfreies Rettungswesen.”

  9. Christopher Schulz via Facebook on Juni 26th, 2012 12:47

    Ich frage mich, was an einem notarztfreien Rettungsdienst so schrecklich wäre, bis auf die Kostenreduzierung und Zeitoptimierung.

  10. Mario Gongolsky on Juni 26th, 2012 12:53

    Die Referenten des Entwurf werden die Stellungnahmen verarbeiten, gewichten und ggf. einfließen lassen. Warten wir es ab.

  11. Rainer Dörpfeld via Facebook on Juni 26th, 2012 12:54

    .. nach dem Motto : ” pinkelt nicht an meinen Kittel ! “

  12. Andre Willig via Facebook on Juni 26th, 2012 13:08

    Ich sag nur Lobby-Politik und Standesdünkel. Aber wenn es nachts zur Hypertonie ins Seniorenheim geht wird gemault !!!

  13. doggi on Juni 26th, 2012 13:15

    einfach nur verständnisloses Kopfschütteln….

  14. Jens on Juni 26th, 2012 13:23

    Interessant ist, das die Notarztvereinigungen diesen Veränderungen deutlich aufgeschlossener gegenüberstehen als die Bundesärztekammer.

    Sollten die Notärzte, die tagtäglich mit uns arbeiten, tatsächlich mehr Vertrauen in uns haben als die BÄK?

  15. Jonas Konen Grönwald via Facebook on Juni 26th, 2012 13:59

    Die haben so viel Angst um Ihren Stand und Ihr Portmonai, dass ihnen der Patient egal ist. Hoffen wir, dass die Regierung es als das nimmt was es ist. Eine Meinung von vielen. Gott sei Dank, dass die nicht Entscheidungsträger sind.

  16. Thomas Ko via Facebook on Juni 26th, 2012 15:03

    Schade das ich aus der Ärztekammer nicht austreten kann… Ich würde tun, alleine hierwegen.

  17. Thomas Ko via Facebook on Juni 26th, 2012 15:05

    @michael gliesenssgein: das ist doch Quatsch, was du schreibst. Kein Arzt wurde arbeitslos. Dieses hier zu unterstellen, sorgt nicht für eine Sachliche Diskussion. Die BAK hat das Problem einfach nicht verstanden, weil da keine praktiker das sagen haben, die die Probleme des Rettungswesens wirklich kennen.

  18. Jörn on Juni 26th, 2012 15:27

    @Thomas Ko: Als ich im Jahr 2003 einen dienstlichen Termin am Dienstsitz Bonn des BMG hatte, waren auch einige ärztliche Standesvertreter bei der internen Anhörung zum Thema “Einsatz von Defibrillatoren durch Laien (i. S. v. Nicht-Ärzten)” mit dabei. Bis auf zwei Ausnahmen (diese nenne ich hier gerne: Prof. Dr. Andresen und Prof Dr. Sefrin) kannte keiner von denen diese handlichen AED-Geräte. Das änderte sich erst, als meiner Bitte, das PAD-/AED-Gerät kurz vorstellen zu dürfen (an einer Puppe und auch an einer Testperson!), stattgegeben wurde. Erfunden? Nein, leider Realität. Von daher hält sich mein Respekt vor vermeintlichen Eminenzen durchaus in Grenzen…

    Sonnige Grüße aus dem Südwesten, wo im Gegensatz zu München das RD-Personal noch erweiterte lebensrettende Maßnahmen inkl. Medikamentenapplikation durchführen darf

  19. Oliver Stahl via Facebook on Juni 26th, 2012 15:45

    “Die Bundesärztekammer sieht darin entgegen der Beteuerung des Gesundheitsministeriums sehr wohl einen Einstieg in ein notarztfreies Rettungswesen.”
    Offensichtlich hat die BÄK hier nur “Angst” um ihre Pfründe aus dem Notarztdienst.
    Das ich mir für jede Nadel einen NA holen muß ist genauso überholt wie wenn sich ein Autofahrer einen Maschinenbauingeneur zum Tanken holen sollte.

  20. Simon Reimann via Facebook on Juni 26th, 2012 15:50

    Erstaunlich finde ich viel eher, dass es Menschen gibt, die sich über den Inhalt der BÄK-Stellungnahme wundern. Die Lobbyarbeit der BÄK ist einfach sehr stark und sie haben in Deutschland traditionell eine enorme Machtposition, an der sich nur schwerlich rütteln lässt. In anderen Ländern ist es möglich, vom Fachpfleger zum Facharzt zu werden, ohne ein komplettes Humanmedizin-Studium zu absolvieren. Ebenso wird beim besten Willen nicht eingesehen, dass Maßnahmen auch von nichtärztlichem Personal eigenständig durchgeführt werden könnten, da ihnen Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein abgesprochen wird.

  21. Marcus on Juni 26th, 2012 16:47

    ….. sehr gut! Die Kompetenzen der RA’s reichen doch momentan völlig aus, wenn man den Gegenwert dafür sieht! Warum soll ich denn bei sinkenden Tarifen, europaweiten Ausschreibungen mit Preisdumping, usw. …… für ärztliche Maßnahmen die Verantwortung übernehmen? Nicht zu den Tarifen bzw. zu der Entlohnung! Das Ministerium sollte sich überlegen, den REttungsdienst ins BGB rein zu bekommen, weg von der Transportdienstleistung! Beschäftigt euch lieber mit wichtigen Sachen! ……. VG

  22. V&S on Juni 26th, 2012 17:10

    Hallo

    Wir (die Gewerkschaften Sanitäter) sind da schon über 40 zig Jahre am ändern

    Leider wollen die Ärzte das nicht,da ja sie Kompetenz abgeben müßten,sprich (Verdienstmöglichkeiten) da wird wenn man wenn das angesprochen wird weit von sich gewiesen.
    Die Lobiisten in den Ausschüssen sind da sehr rege.

    Gruß

    Volker

  23. Alexander Maier on Juni 27th, 2012 12:49

    Mal ne ganz ketzerische Frage: Warum wollen alle, denen die Meinung der BÄK nicht passt, dass diese ihre Meinung ändert. Man könnte doch auch argumentieren “macht das Abendgymnasium (falls ihr kein Abi habt), studiert Medizin und werdet Notarzt”. Dann wäre doch alles in Butter….ich kann es nicht mehr hören dieses “wir armen RAs, wir dürfen nix und kriegen nix etc.” Was ich aber nicht versteh, ist, die Bedenken der BÄK einfach mal in Bausch und Bogen zu verdammen -sucht das Gespräch mit denen ! Gibt es zum Beispiel keine Studie, welche die notfallmedizinischen Leistungen (auch was das längerfristige Outcome betrifft) von RAs und NAs vergleicht ? Dann kann man ja sehen, ob es sich lohnt ausgebildete Ärzte im RD einzusetzen oder ob auch kompetente RAs O.K. sind.

    im Prinzip stimme ich auch Marcus zu

  24. Michael on Juni 27th, 2012 12:58

    Könnte einem ja jede Menge Kohle durch die Lappen gehen… Nur darum geht es der Ärzteschaft und nicht wirklich darum, ob irgendein Notfallsanitäter dem Patienten irgendein “falsches Medikament” spritzt !!!

  25. Holger Möllers on Juni 27th, 2012 15:36

    Zunächst einmal muss man sich die Stellungnahme der BÄK und den Gesetzentwurf genau anschauen, dann muss man den aktuellen Ist-Stand genau untersuchen und last but not least, die Emotionen herunterfahren. Einfach nur herumzukrakelen bringt niemanden wirklich weiter und dient letztendlich auch nicht der Sache. Es gibt in Deutschland das Berufsbild des Rettungsassistenten, das ist wahr. Wahr aber ist auch, das es den Rettungsassistenten in den unterschiedlichsten Ausbildungsstufen gibt. Das gibt es staatl. anerkannten RA, dann die Gruppe derer, die verkürzte Ausbildungsgänge durchlaufen haben, dann der Rest, der die zwei oder dreijährige Ausbildung absolviert hat, die im laufe der Jahre immer wieder modifiziert wurde, nur haben diese Modifizierungen eben niemals alle RA erreicht, obwohl sich alle RA mit Fug und Recht so nennen. Wer will da ernsthaft einem solchen Gesetzentwurf ohne Magenschmerzen zustimmen?
    Die Frage der Entlohnung des RA, ist noch einmal eine ganz andere Frage, die in diese Debatte, aus meiner Sicht, gar nicht hinein gehört.

  26. Charly on Juni 27th, 2012 17:42

    ich stimme Marcus vollkommen zu und auch Alexander , denn wollt Ihr auch noch eine zusätzliche ,meist recht teuere Haftplichtversicherung von Eurem eh nicht gerade üppigen Gehalt zahlen ?!

  27. Georg on Juni 27th, 2012 20:35

    Hoffentlich reichen die Kompetenzen aus Sicht der Ärzteschaft aus um Krankentransporte zu fahren. Wobei ein qualifizierter Krankentransport mit einer Besatzung bestehend aus Notarzt und Notfallsanitäter auch nicht das Schlechteste wäre. Das würde allerdings auch wieder den Anforderungen der Ärztekammer widersprechen. Die Kosten wären hoch und die Patientensicherheit gering wenn man sich mal anschaut wie manche Notärzte an die Trage fassen.

  28. dembo on Juni 27th, 2012 23:26

    Ich denke man beobachtet immer nur Einzelaspekte.
    Klar bin ich für mehr Kompetenzen analog zum “Meister” im Handwerk.
    Aber warum sollte ich mich den in rechtlich schwierige Bereiche begeben, die ich nie analog der Richtlinien erfüllen kann (Siehe S3 Empfehlung min 30 Larynxtuben)
    wenn derjenige der die Arztschule hat (zu Recht?!) das 3-5fache auf dem NEF verdient.
    Und dann macht man sich lächerlich mit Eingangsvorraussetzungen wie Realschulabschluss. Wir haben nicht mehr 1965 wo der noch was wert war.
    Es gibt nur noch einen Abschluss, und das ist das Abitur, und wer nicht mal mehr das schafft will am Patienten rumfingern? Selbst Friseure brauchen mittlerweile mindestens Realschulabschluss und wer heut im Supermarkt mehr als nur Kasse macht, hat studiert…

    Also nicht kleckern, klotzen. Die ganzen Dummies aussortieren und die Saläre nach oben treiben!

  29. Christel on Juni 27th, 2012 23:51

    Warum wird diese Diskussion so unsachlich geführt ? Jeder kann seine Argumente
    darlegen (dabei Rechtschreibung/Grammatik nicht vergessen) und logisch begrün-
    den. Es sind medizinisch-fachliche und juristische Belange zu bedenken. Man braucht Kenntnisse und Fertigkeiten, die erlernt und beherrscht werden müssen. Es geht nicht um Behandlung von Symptomen, sondern von lebensbedrohlich oder akut schwer Erkrankten/Verletzten. Nicht immer ist am Einsatzort die Diagno-se eindeutig zu stellen. Alles,was man im konkreten Fall tut oder unterläßt, muß man verantworten.
    Die Meinung von “Alexander Maier”teile ich.
    Abitur/ Medizinstudium/Facharztausbildung und, sobald die Voraussetzungen erfüllt sind, die Zusatzausbildung Notfallmedizin + die notwendige Erfahrung :
    so wird man Notarzt. Wer das ernsthaft möchte, kann diese Ausbildung absolvie-
    ren. Dann ist er Notarzt mit den entsprechenden Rechten, Pflichten, medizinischer
    und juristischer Verantwortung und finanzieller Vergütung.
    Christel; 27.06.12, 23.42 Uhr.

  30. charlie-zulu on Juni 28th, 2012 11:03

    Warum kommen immer diese Verweise auf “Studietr-doch-Medizin”? Wenn etwas unsachlich in dieser Diskussion ist, dann sind das doch derartige Kommentare.

    Was hat ein Medizinstudium denn wirklich mit der _Notfallrettung_ zu tun? Es wird immer so getan, als ob Ärzte “die Weisheit mit Löffeln gefressen haben.” (Sehr) oft zeigt sich dann an der Einsatzstelle, dass genau dieses eben nicht so ist.

    Studium und “Zusatzausbildung RD”,.. Arzt hin oder her.. das ist alles absolut kein Garant dafür, dass derjenige Ahnung hat oder weiß, worum es in der Siatuation gerade geht. Auch ein Internist ist nicht automatisch ein Meister der Intubation geschweige denn ein Künstler im Umgang mit der Narkose.

    Absolut nicht.

  31. charlie-zulu on Juni 28th, 2012 11:04

    Verzeihung für die Rechtschreibung,.. ist dem Mobiltelefon geschuldet :(

  32. Alexander Maier on Juli 1st, 2012 19:48

    @charlie-zulu:

    Sicher gibt es auch bei NÄ Qualitätsunterschiede. Aber es ist nun mal auch abseits jeder Polemik nicht von der Hand zu weisen, dass ein Arzt auf Grund seiner tiefergehenden Ausbildung vor Ort komplexere Zusammenhänge erkennen kann und entsprechend reagieren. Auf jeder RD-Messe werden neuere, bessere High-End-Geräte (Stichwort “Handtaschen-Sonogerät”) angepriesen – sinnvoll anwenden kann sie aber letzten Endes halt doch nur ein Arzt, der in der Klinik sowas auch regelmäßig macht. Und wenn ich an meine rettungsdienstliche Schmalspur-EKG-Ausbildung denke und an die Vielzahl von komplexen Rhythmusstörungen die ich als Kardio-Pfleger täglich sehe, wird mir bewusst, welche Berechtigung ein gut qualifizierter oder zumindest im täglichen Notfallgeschäft erfahrener NA hat (wir reden hier nicht vom Augenheilkundler mit 20 Jahre altem Notarztschein) . Ich kann`s nicht mehr hören, wie sich RAs auf der Wache nach dem Einsatz daran aufgeilen, wie schlecht doch der NA wieder war. Und wenn ich von meiner Frau (Klinikärztin) immer wieder höre, mit welch stolz geschwellter Brust und fataler Verdachtsdiagnose Großstadt-RAs bei ihr die Patienten in die Ambulanz einliefern, dann denke ich sollten alle Seiten besser mal einen Gang zurückfahren.
    Nochmal: wenn ich Patient wäre, würde ich Gott weiß was drum geben einen guten RA UND einen guten NA auf dem Auto zu haben. Was die “Grundausbildung” angeht hat der Arzt einfach tiefere Kenntnisse. Also was soll das ! ERGÄNZEN sollen die beiden sich….

  33. Fuso33 on Juli 11th, 2012 13:42

    Es lebe die Pseudo legislative BÄK. Wiso geben so viele Kollegen etwas darauf was Sie fordern!?!?! Ja sie mögen gute Lobbyarbeit vollrichten aber was hat das für einen Effekt auf meine tägl. Arbeit. Für mich keinen! So etwas wie eine bindende Notkompetenz gibt es nicht, es ist eine Empfehlung, wie, nehmen sie lieber BIO Äpfel.

    All diese Forderungen und Bedenken laufen immer unter dem Deckmantel der Patientensicherheit. Sicherheit sollte der Patient dann haben sobald der RTW eintrifft und nicht bis der Akademiker kommt!!!Der Pat. braucht dann im zweifel sofortige Hilfe und nicht in 8 -12 min bis das NEF eintrifft.

    Unser RettAss G. sagt genau was ich tun darf und nicht.

    § 3

    Die Ausbildung soll entsprechend der Aufgabenstellung des Berufs als Helfer des Arztes insbesondere dazu befähigen, am Notfallort bis zur Übernahme der Behandlung durch den Arzt lebensrettende Massnahmen bei Notfallpatienten durchzuführen, die Transportfähigkeit solcher Patienten herzustellen, die lebenswichtigen Körperfunktionen während des Transports zum Krankenhaus zu beobachten und aufrechtzuerhalten sowie kranke, verletzte und sonstige hilfsbedürftige Personen, auch soweit sie nicht Notfallpatienten sind, unter sachlicher Betreuung zu befördern.

    Wenn es meinem Pat. an der Einsatzstelle nicht gut geht und ich warten muss bis jemand kommt der “rechtlich besser” Helfen kann als ich, habe ich etwas falsch gemacht. Und das im Zweifel, wieder besseren Wissens, dann laufe ich allerdings auch Gefahr, mich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig zu machen. Was vermutlich schlimmer ist als einer empfehlung der BÄK zu entsprechen.

    Wir brauchen im Deutschen Rettungsdienst eigene Kompetenzen und diese sind durch Aus- und Fortbildung und gerne jährlicher Prüfungen zu sichern.

    Aber was vorallem den deutschen Rettern fehlt ist eine STARKE Interessensvertretung, damit dieses unterwürfige Verhalten mal ein Ende hat.

    Ich laß bei Alexander Maier: Beide sollen sich ERGÄNZEN und genau darauf kommt es an!!! Dieses allerdings auf relativer Augenhöhe :)

  34. Hans Kaffenberger on Juli 12th, 2012 16:18

    Also mir rutsch diese unsinnige Diskussion mit den Ärztevertretern genüßlich am Anus vorbei. Gott sei dank habe ich in meinem RD Bereich NotärztInnen die mein Handeln, mein Tun am und mit dem Patienten gutheißen. Wenn ich Mist baue werde ich in den Senkel gestellt. Wenn ich alles Gut mache wird mit dem Kopp genickt. Sofern unser Patient keinen Schaden nimmt ( was durchaus vermeidbar ist )dann wird geholfen…nach Bestem Wissen und Gewissen! Punkt!
    BÄK und das andere Gedöns….habt endlich mal den Arsch in der Hose und weint nicht um eure Jobs, die wollen wir alle nicht aber….unseren Patienten helfen…eben so wie wir es erlernt haben und durch jährliche Rezertifizierung auch unter Beweis stellen!

  35. Alexander Maier on Juli 12th, 2012 17:25

    Ich bin auch bei Fuso33 wenn er/sie sagt, dass der Pat. Sicherheit braucht sobald der RTW eintrifft und nicht erst wenn der NA kommt. Aber deshalb gibt es ja schöne Algorithmen, nach denen man arbeiten kann. Und bis die ersten RA-Maßnahmen abgearbeitet sind, ist meist auch der NEF da. Und wenns mal länger dauart notfalls auch unter dem Schutzschirm (woher kenn ich nur dieses Wort ;-) der Notkompetenz….

  36. Ralf on Dezember 12th, 2013 21:15

    Soll die Bundesärztkammer erstmal vor der eigenen Haustür kehren! Wieso maßt sich eine Standesvertretung an über ein Berufsbild zu urteilen und dann auch noch zu einem Zeitpunkt zu dem der Gesetzentwurf noch garnicht verabschiedet ist ? Irgendwie typisch !

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